Zur Suche
Politische Perspektive

Beschleunigter Ausbau von erneuerbaren Energien notwendig Link kopieren

Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden. Das gibt das Bundesklimaschutzgesetz vor, das der Deutsche Bundestag im Juni 2021 verabschiedet hat. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die gesamte Wirtschaft auf eine fossilfreie Energieerzeugung umgestellt werden. Beim Strom sind die erneuerbaren Energien inzwischen zum wichtigsten Energieträger geworden: Der Anteil erneuerbarer Energie an der Gesamtstromerzeugung ist im Jahr 2025 auf 58,6 Prozent gestiegen. Beim gesamten Primärenergieverbrauch dominieren jedoch weiterhin fossile Energieträger, die in den kommenden Jahrzehnten durch Effizienz und erneuerbare Energien ersetzt werden sollen.

Voraussetzung für den Ausstieg aus den fossilen Energien ist ein Umbau von Abläufen in zentralen Bereichen des Stromsystems. So müssen die Planungs- und Genehmigungsverfahren für Erneuerbare-Energien-, Strom- und Wasserstoffnetze konsequent vereinfacht und beschleunigt werden. Zentrale Herausforderungen bleiben dabei der schleppende Ausbau der Offshore-Windkraft, die zu langsame Netzanpassung und der wachsende Bedarf an Flexibilität im Stromsystem.

Für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien stehen 2026 wichtige Weichenstellungen an. Bis Ende 2026 muss die Bundesregierung das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reformieren, da die beihilferechtliche Genehmigung der EU für die aktuell geltende Fassung ausläuft. Diese Reform wird maßgeblich über den weiteren Ausbaupfad der erneuerbaren Energien entscheiden. Ergänzend soll ein Kraftwerkssicherheitsgesetz den Bau und Betrieb neuer, wasserstofffähiger Kraftwerke absichern, die die schwankende Einspeisung aus Wind und Sonne ausgleichen sollen. Und die Zeit drängt: Um das Klimaschutzziel bis 2030 noch zu erreichen, sind ab 2026 jährliche Emissionsrückgänge von mehr als sieben Prozent erforderlich.

Nach oben