Stellungnahmen
Ver­brau­cher­schutz

Stel­lung­nahme zum PRIIP-Dis­kus­si­ons­pa­pier der Euro­päi­schen Auf­sichts­be­hör­den

Die Europäischen Finanzaufsichtsbehörden haben ein Diskussionspapier mit Methoden zur so genannten PRIIP-Verordnung (Informationsblätter für „Verpackte Anlageprodukte und Versicherungsanlageprodukte“) vorgelegt. Der GDV begrüßt grundsätzlich den Ansatz, durch standardisierte Produktinformationsblätter mehr Transparenz und Schutz für den Verbraucher zu schaffen.

Allerdings müssen die Besonderheiten der Versicherungsprodukte adäquat berücksichtigt werden. Der GDV hat in seiner Stellungnahme folgende Aspekte hervorgehoben:

  • Prämien zur Absicherung biometrischer Risiken dürfen nicht als Kosten zu Lasten der Rendite betrachtet werden. Denn für diese Prämie erhalten Verbraucher Versicherungsschutz.

  • Als Kostenindikator soll die Kennzahl „Reduction in Yield“ verwendet werden. Diese ist besser geeignet als die alternativ vorgeschlagene „Total Cost Ratio“.

  • Der Risiko/Rendite-Indikator soll auf einem in die Zukunft gerichteten stochastischen Modell mit vorgeschriebenen Parametern basieren. Auf Grund der langen Laufzeiten der Versicherungsanlageprodukte wären die Ergebnisse anderer Modelle instabil und nicht aussagekräftig.

  • Beispielrechnungen zur Wertentwicklung unter verschiedenen Szenarien („Was wäre wenn“-Performance) sind sinnvoll, da sie für den Verbraucher nachvollziehbar sind. 

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