Hit­ze­welle

Wie die Fol­gen von Wald­brän­den ver­si­chert sind

Hitze-Hammer in Deutschland: Trotz vielerorts heftiger Gewitter mit Starkregen steigt die Gefahr von Waldbränden. Wer kommt für die Schäden auf?

Der Waldbrandgefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes (DWD) tüncht Deutschland heute und in den kommenden Tagen in gelb, orange, rot und violett. Das heißt: erhöhte Alarmbereitschaft. Vor allem in Ostdeutschland steigt die Sorge vor Waldbränden. Daran ändern auch die vereinzelt starken Niederschläge nichts, die eine typische Begleiterscheinung hoher Temperaturen sind.

Ganz im Gegenteil: Sehr oft sind gerade Blitzeinschläge Auslöser für Waldbrände. Insofern sind die vom DWD angekündigten Hitzegewitter (“Mit der Hitze kommen die Blitze“) eher beunruhigend. Doch auch der Mensch ist ein Risikofaktor: Aus Unachtsamkeit weggeworfene Zigaretten oder leichtfertiger Umgang mit entzündlichem Material sind mitverantwortlich für die jährlich rund 1000 größeren Waldbrände in Deutschland. Die Schäden summieren sich auf etwa 1,5 Millionen Euro pro Jahr. 

Was ist versichert?

Während öffentlicher Wald in der Regel nicht versichert ist, können Wald- und Forstbesitzer Feuer-, Blitz- und Explosionsrisiken mit einer Waldbrandversicherung abdecken. Immerhin: Knapp die Hälfte des deutschen Waldes ist in Privatbesitz. 29 Prozent gehören den Ländern, 19 Prozent den Städten und Kommunen und die übrigen vier Prozent dem Bund. Insgesamt besteht knapp ein Drittel der Landesfläche Deutschlands aus Wäldern, das sind rund 11,4 Millionen Hektar.

Versichert ist der Waldbestand, das bereits geschlagene Holz, ebenso wie Weihnachtsbaumkulturen. Ersetzt wird der durch Brand verursachte Sachschaden bis zur Höhe der vereinbaren Versicherungssumme. Aber auch der Löscheinsatz der Feuerwehr und Abräumkosten werden ersetzt.

Wer einen Waldbrand verursacht, sollte unbedingt eine private Haftpflichtversicherung haben. Die übernimmt – je nach Einzelfall – den Schaden. In der Haftpflicht ist lediglich vorsätzliches Handeln ausgeschlossen und somit nicht versichert, grobe Fahrlässigkeit ist hingegen inbegriffen.

Richtiges Verhalten, um Waldbrände zu vermeiden

Wenn es im Sommer sehr heiß und länger trocken war, steigt die Gefahr von Bränden.

  • Nicht rauchen im Wald und keine Zigaretten wegwerfen

  • Keine Glasflaschen im Wald liegen lassen

  • Mit dem Auto keine Waldwege befahren, denn durch die heißen Katalysatoren besteht Brandgefahr.

  • Wer zeltet, sollte sein Lagerfeuer möglichst nicht am Waldrand entzünden. Funken könnten aus der Glut springen und ein Feuer entfachen.

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