Digi­ta­li­sie­rung

IT treibt Nach­hal­tig­keitspro­zess von Ver­si­che­rern voran

Die IT der Versicherungsunternehmen leistet einen wesentlichen Beitrag zur effizienten und ressourcenschonenden Ausrichtung von Prozessen und Produkten.

Das geht aus der jährlichen IT-Umfrage sowie einer erstmalig durchgeführten Erhebung zur Nachhaltigkeit der Geschäftsprozesse des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unter seinen Mitgliedsunternehmen hervor. Gleichzeitig arbeiten die Unternehmen mit Nachdruck daran, ihre IT so energieeffizient wie möglich auszurichten, damit sich in der Gesamtbetrachtung ein positiv nachhaltiger Effekt ergibt.

„Grüne IT“ ein wichtiges Anliegen der Versicherer

Die Versicherungs-IT versteht sich hierbei als „Enabler“ wenn es darum geht, Prozesse und Produkte digitaler und damit effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. Für die Energieeffizienz der Rechenzentren wurde ein „Power Usage Effectiveness“-Wert (PUE-Wert) von 1,8 berechnet, welcher als effizient gilt. In Zukunft sollen die Rechenzentren noch effizienter arbeiten, zum Beispiel durch Verbesserungen an der Kühlung und Abwärme.  

Ausgaben für IT und Digitalisierungsprojekte auf hohem Niveau

Im Jahr 2020 erreichten die IT-Ausgaben auf den Sektor hochgerechnet 5,6 Milliarden Euro und entsprechen damit ungefähr dem Niveau von 2019 (5,5 Milliarden Euro). Die IT-Kostenquote, das ist das Verhältnis der IT-Ausgaben zu den Bruttobeitragseinnahmen der Unternehmen, bleibt mit 2,55 Prozent nahezu konstant.  

Erstmals Daten zur Diversität und Altersstruktur der IT-Belegschaft erhoben

Die IT-Belegschaft der Unternehmen ist zu ungefähr zwei Dritteln männlich und zu einem Drittel weiblich. Vergleichswerte zeigen allerdings, dass der Frauenanteil in IT-Berufen in Deutschland rund 16 Prozent beträgt und die Versicherungs-IT damit in dieser Vergleichsgruppe einen überdurchschnittlichen Frauenanteil aufweist. Das Durchschnittalter der IT-Belegschaft in der Versicherungswirtschaft ist 2020 von 45,8 auf 44,7 Jahre gesunken.

Abbau von Digitalisierungshemmnissen ist Beitrag zum Ressourcensparen

Der GDV setzt sich für einen weiteren Abbau von Digitalisierungshemmnissen ein, um weitere Effizienzpotentiale und damit Möglichkeiten für ressourcenschonende Prozesse zu erschließen. Eine Überprüfung der gesetzlichen Schriftformerfordernisse und die Einführung einer Generalklausel könnten beispielsweise zu einer Reduzierung des Druckoutputs führen. Eine vollständige Nachhaltigkeitsbilanzierung wird auch erst dann möglich werden, wenn Cloud- und Outsourcing-Anbieter die Nachhaltigkeitsaspekte ihrer Hyperscaler bzw. Rechenzentren transparent machen.

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