Auf­sicht

Bafin erklärt alters­ab­hän­gige Tari­fie­rung in der Kfz-Ver­si­che­rung für rechts­kon­form

Seit einigen Jahren berücksichtigen die deutschen Kraftfahrtversicherer bei der Ermittlung der Versicherungsbeiträge auch das Alter der Versicherungskunden bzw. der Fahrer. Wie eine aktuelle Untersuchung durch die BaFin bestätigt, stellt diese Praxis keine unzulässige Diskriminierung älterer Fahrer dar.

Hintergrund der Altersdifferenzierung in der Kfz-Versicherung sind Erkenntnisse der Statistik: Wie die auf nahezu allen bundesweit abgeschlossenen Kfz-Versicherungen basierenden Kraftfahrt-Statistiken des GDV zeigen, verursachen ältere und jüngere Fahrer im Schnitt vergleichsweise mehr Schäden als Fahrer mittleren Alters.

Mit dem Alter steigt also die Schadenhäufigkeit. Da die Altersdifferenzierung also auf anerkannten Prinzipien risikoadäquater Kalkulation beruht, entspricht sie den Anforderungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes – das ist auch das Ergebnis der aktuellen Bafin-Untersuchung.

Nicht nur das Alter ändert sich, sondern auch die Anzahl schadenfreier Jahre

Auf Basis seiner statistischen Erkenntnisse gibt der GDV seinen Mitgliedsunternehmen unverbindlich bekannt, dass in der Kfz-Haftpflichtversicherung für Fahrer von 25 bis 67 Jahren mit einem Abschlag auf den durchschnittlichen Schadenbedarf zu rechnen ist – der Versicherungsbeitrag sinkt dank der Berücksichtigung des Alters. Zuschläge auf den durchschnittlichen Versicherungsbeitrag ergeben sich aus der GDV-Statistik bis 24 und ab 68 Jahren.

Bei einem Vergleich von Versicherungstarifen für Fahrer verschiedenen Alters ist aber nicht nur das Alter, sondern auch die Zahl der schadenfreien Jahre zu beachten: Ältere Autofahrer profitieren in der Regel von einem hohen Schadenfreiheitsrabatt, der dem versicherungskalkulatorischen Zuschlag infolge der jeweiligen Altersklasse entgegenwirkt.

Ausführliche Informationen zur Frage, wie sich das Alter auf den Kfz-Versicherungsbeitrag auswirkt, haben wir hier zusammengestellt.

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