06.12.2017
Praxis-Leitfaden für Versicherungsunternehmen

Alternative Zahlverfahren

Die Integration alternativer Zahlverfahren in die Zahlungsverkehrsprozesse der Versicherungsunternehmen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Um die Unternehmen bei der Implementierung alternativer Bezahlverfahren zu unterstützen, hat der Verband einen unverbindlichen Praxis-Leitfaden erstellt.

Der Leitfaden liefert wichtige Anhaltspunkte zur Fragestellung, worauf bei der Integration von Zahlverfahren und Dienstleistern geachtet werden sollte. Übersichtliche Checklisten am Ende der einzelnen Kapitel ermöglichen ein schnelles Abhaken der wichtigsten To-Dos. Zudem wird in der Ausarbeitung aufgezeigt, welche Mehrwerte von einer Integration neuer Zahlungsdienstleistungen heute und zukünftig erwartet werden können, die über die reine Zahlfunktion hinausgehen.

Mit dem Papier will der Verband zugleich auf die gemeinsamen, spezifischen Bedürfnisse der Branche aufmerksam machen. Die Mehrzahl der am Markt befindlichen Zahlungsdienste ist derzeit noch eher auf einmalige Transaktionen im Internet-Handel ausgerichtet. Versicherer haben jedoch andere Bedürfnisse als ein Online-Shop. Sie ziehen Prämien in regelmäßigen Intervallen ein, müssen Kunden eindeutig und rechtssicher identifizieren und knüpfen umfangreiche Folgeverarbeitungsprozesse an die Übermittlung von Zahlbeträgen und Zahlungsinformationen an.

Gleichzeitig versprechen sich die Versicherer von alternativen Zahlverfahren Mehrwertdienste, die den administrativen und finanziellen Aufwand der Versicherer senken würden. Dies gilt beispielsweise für die Verarbeitung von Adressänderungen, die Verifikation von Kontodaten und vor allem die eindeutige Identifikation von Personen bei Geschäften im Internet.

Umgekehrt sind auch die Versicherer für die Zahlungsanbieter ein interessanter Markt. So nehmen die deutschen Versicherer jährlich 194 Mrd. Euro an Prämien ein. Schätzungsweise drei Viertel davon werden bislang über die klassische Banklastschrift von den Kundenkonten eingezogen, auf Überweisungen und Daueraufträge entfallen weitere 10 bis 15 Prozent. Der Anteil alternativer Zahlverfahren, zu denen auch Kreditkarten zählen, dürfte noch im geringen einstelligen Prozentbereich liegen.

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„Alternative Zahlverfahren“
Unverbindlicher Praxis-Leitfaden für Versicherungsunternehmen

Inhalt:
• Management Summary
• Einleitung
• Einheitliche Anforderungen an die Integration von Zahlverfahren
• Datenschutz, Geldwäsche, Informationssicherheit
• Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG)
• Kosten
• Zusatz- und Mehrwertdienstleistungen
• Ausblick
• Empfehlungen zur weiteren Vertiefung
• Ausblick

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