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Titel Schwerpunkt Versicherungsbetrug

Gesamtübersicht

Versicherungsbetrug kommt in allen Schichten der Gesellschaft vor.
Diesem Phänomen liegt der verbreitete Gedanke zugrunde, Versicherungsbetrug sei ein Kavaliersdelikt. Das aber ist ein Irrtum. Versicherungsbetrug ist strafbar. Den Versicherern entsteht allein in der Schaden- und Unfallversicherung ein Schaden von rund vier Milliarden Euro pro Jahr. In unserem Online-Themenschwerpunkt werden weitere Schäden beziffert, Täter und Motive benannt, Betrugsfälle geschildert, und dargestellt, welche Folgen Betrug haben kann.


Hintergrund

Fehlendes Unrechtsbewusstsein

Am meisten betroffen vom Versicherungsbetrug sind die Private Haftpflicht und die Hausratsversicherung. 40 Prozent der Bürger glauben, in diesen Sparten die Versicherung verhältnismäßig leicht betrügen zu können. Ein Unrechtsbewusstsein ist dabei häufig nicht vorhanden.

Gesamtschaden pro Jahr: rund vier Milliarden Euro

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) schätzt den jährlichen Gesamtschaden, der durch Versicherungsbetrug alleine in der Schaden- und Unfallversicherung entsteht, auf rund vier Milliarden Euro. Eine Summe, die nicht nur durch die großen, spektakulären Fälle entsteht. Es sind auch die unscheinbaren, alltäglichen Betrügereien, die für diesen Schaden verantwortlich sind.

Betrug mit Folgen

Die Faustformel in der Schaden- und Unfallversicherung lautet: Einer von zehn Schadensfällen ist frei erfunden oder manipuliert. Was die meisten Täter dabei unterschätzen, sind die Folgen. Es drohen ihnen nicht nur der Entzug des Versicherungsschutzes und zivilrechtliche Konsequenzen. Auch das Strafrecht sanktioniert den Betrug – in besonders schweren Fällen mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

„Wir sind gegenüber der ganz
großen Mehrzahl ehrlicher Kunden in der Pflicht,
Betrug zu bekämpfen.“

Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth,
Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des Gesamtverbandes der
Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Versicherungsbetrug Aktuell