24.10.2017
Kriminalität

Zahl der Einbrüche steigt im Winter um 40 Prozent

Winterzeit bleibt Einbruchzeit: Um rund 40 Prozent nimmt die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche von Oktober bis März im Schnitt zu. Das zeigen die Statistiken des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Konkret heißt das: Von den durchschnittlich 140.000 Einbruchschäden, die von 2002 bis 2015 jährlich an die Versicherer gemeldet wurden, entfielen 40 Prozent aufs Sommerhalbjahr und 60 Prozent auf die dunkle Jahreszeit.

Im vergangenen Jahr registrierten die Versicherungsunternehmen erstmals seit zehn Jahren einen Rückgang bei der Zahl der gemeldeten Wohnungseinbrüche. Sie fiel auf 140.000, von 160.000 ein Jahr zuvor. Der versicherte Schaden ging 2016 auf 470 Millionen von 530 Millionen Euro im Vorjahr zurück.

Einbruchzahlen noch immer höher als vor zehn Jahren

Entwarnung kann aber aus Sicht des Verbandes nicht gegeben werden. „Der leichte Rückgang der Einbruchzahlen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer noch häufiger eingebrochen wird als noch vor fünf oder zehn Jahren“, sagt GDV-Geschäftsführer Bernhard Gause. Den besten Schutz vor Einbrechern biete gute Sicherheitstechnik. „Die Menschen sollten überprüfen, ob sie ausreichend gegen Einbrecher geschützt sind und da, wo es nötig ist, nachrüsten“, rät Gause.

Staat fördert Einbruchschutz

Wer zum Beispiel Fenster und Türen besonders sichert, bekommt sogar einen Zuschuss: Der Staat fördert den Einbruchschutz allein in diesem Jahr mit 50 Millionen Euro. Anträge können bei der KfW Bankengruppe gestellt werden.

Weitere Informationen rund um das Thema finden Sie im GDV-Einbruchreport. Die deutschen Versicherer unterstützen auch die bundesweite Öffentlichkeitskampagne der Polizei „K-Einbruch“. Ziel ist es, die Bevölkerung für eine eigenverantwortliche Einbruchvorsorge zu sensibilisieren.