Nach­rich­ten

Spa­ni­ens Regie­rung beschließt ehr­gei­zi­ges Kli­ma­ge­s­etz

Mit einem Kraftakt will die spanische Regierung das Land klimafreundlicher machen. Dazu hat sie ein „Klimawandel-Gesetz“ auf den Weg gebracht. Dieses sieht vor, den gesamten Stromverbrauch Spaniens bis 2050 aus erneuerbaren Quellen zu decken und den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren von 2040 an zu verbieten. Jährlich sollen Wind- und Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von mindestens 3000 Megawatt zusätzlich errichtet werden. Mit den Maßnahmen will das Minderheitskabinett des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez den Ausstoß schädlicher Klimagase bis 2050 auf zehn Prozent des Niveaus von 1990 begrenzen. Doch regt sich gegen das Gesetz Widerstand im Parlament: Spanien ist mit der VW-Tochter Seat eine Autoexportnation; zudem stoßen die Pläne zur Verbannung von Autos mit Verbrennungsmotoren aus den Städten auf Kritik. Sánchez̕ Partei hält nur rund ein Viertel der Parlamentsmandate, ist also auf Unterstützung der Opposition angewiesen. So hat Klimaministerin Teresa Ribera bereits alle Punkte für „verhandelbar“ erklärt.

Auch inter­essant