Stellungnahmen
Steu­er­po­li­tik

Wirt­schafts­ver­bände: Finanz­trans­ak­ti­ons­steuer scha­det Wirt­schaft und Alters­vor­sorge

Eine Finanztransaktionssteuer stünde in Widerspruch zum erklärten Ziel der Europäischen Kommission, Europa als Wirtschafts- und Investitionsstandort zu stärken. Mit keinem der bislang diskutierten Modelle würde es gelingen, negative Auswirkungen auf Wirtschaft und Beschäftigung zu vermeiden. Negativ getroffen würde insbesondere auch die Altersvorsorge der Bürger.

Die Arbeitsgruppe für Steuerfragen des Rats der Europäischen Union wird am 20. September 2019 die Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTT) im Rahmen der Verstärkten Zusammenarbeit beraten. Vor diesem Hintergrund appellieren acht deutsche Wirtschaftsverbände, darunter der GDV, erneut an die Bundesregierung, dieses Vorhaben endgültig aufzugeben.

Mit der FTT würden Aktienanlagen belastet, die für Sparer und institutionelle Investoren gerade in einer Niedrigzinsphase erhebliche Bedeutung haben. Eine geringere Aktienrendite dürfte in die Anlageentscheidungen einfließen und durch höhere Renditeforderungen die Realwirtschaft belasten. Außerdem würde das Ziel der EU-Mitgliedstaaten konterkariert, die Rolle der ergänzenden kapitalbildenden Altersvorsorge in den Rentensystemen als Reaktion auf den demografischen Wandel zu stärken.

FTT belastet Renten

Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds, Pensionskassen und andere Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung investieren einen wesentlichen Teil der ihnen überlassenen Mittel in Finanzanlagen. Eine Belastung solcher Anlagetätigkeiten mit einer FTT würde die Erträge und die Betriebsrentenansprüche der Arbeitnehmer bzw. die Rentenansprüche aus der privaten Altersvorsorge verringern.

Die vollständige Erklärung als Download

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