Stel­lung­nahme IDD-Umset­zungs­ver­ord­nung

Wei­ter­bil­dung prag­ma­tisch gere­gelt

Die Bundesregierung hat im Juni 2018 den Entwurf für eine Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie über Versicherungsvertrieb (IDD) beschlossen. Dieser sieht Änderungen der Verordnung über die Versicherungsvermittlung vor und konkretisiert insbesondere die Anforderungen an die Weiterbildungspflicht - aus Sicht des Verbandes pragmatisch.

Der Regierungsentwurf trägt dem hohen Stellenwert der Weiterbildung von fachlichen und persönlichen Kompetenzen für die Beratung und Vermittlung Rechnung – und ist dabei pragmatisch. Er legt den Fokus auf die Weiterbildung und nicht auf die Bürokratie. Die Versicherungswirtschaft misst der Weiterbildung im Vertrieb seit langem große Bedeutung.

Der Verband hat gemeinsam mit den Vermittlerverbänden, dem Arbeitgeberverband und ver.di die Weiterbildungsinitiative „gut beraten“ ins Leben gerufen. Die Konkretisierung der Weiterbildungsvorgaben im Regierungsentwurf vermeidet – im Vergleich zum Referentenentwurf – unverhältnismäßige formale Vorgaben an Formate, Dokumentation und Nachweis der Weiterbildung.

Bestehender Nachbesserungsbedarf

Drei Punkte werden bei der Umsetzung zu Schwierigkeiten führen und sollten deshalb verbessert werden: 

  • Manche Anforderungen an die Organisation von Weiterbildungsmaßnahmen sind mit modernen Lernformen nicht kompatibel.
  • Weiterbildungspflichtige, die ihre vertriebliche Tätigkeit unterbrechen (z. B. Elternzeit oder längere Erkrankung) oder unterjährig aufnehmen, werden es schwer haben, in diesem Jahr der vollen Weiterbildungspflicht gerecht zu werden. Hier bedarf es einer verhältnismäßigen Lösung.
  • Ähnliches gilt für Weiterbildungspflichtige, die ihre Ausbildung unterjährig beenden. In diesem Kalenderjahr sollte zusätzlich zur Erstausbildung nicht auch noch die volle Weiterbildungspflicht gelten.

Die Stellungnahme zum Download:


 

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