Stellungnahmen
Steu­er­po­li­tik

Ver­ein­fa­chung der Ein­la­gen­rück­ge­währ gebo­ten

Dividenden sind steuerlich anders zu behandeln als zurückgewährte Einlagen. Letztere nachzuweisen, ist technisch aber schwierig und führt oft zu Problemen. Acht Spitzenverbände unter Federführung des GDV haben nun Vereinfachungen vorgeschlagen.

Bei der Besteuerung von Ausschüttungen müssen Dividenden von der Rückgewähr geleisteter Einlagen unterschieden werden. Während Dividenden zu den grundsätzlich steuerpflichtigen Kapitalerträgen des Anteilseigners gehören, ist dies bei zurückgewährten Einlagen nicht der Fall. Es ist deshalb erforderlich, eine Einlagenrückgewähr zu identifizieren. Dies ist technisch schwierig und führt nach der derzeitigen Rechtslage zu praktischen Problemen. 

Unter Federführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft haben sich sich die acht Spitzenorganisationen der gewerblichen Wirtschaft am 7. Juli 2020 mit Vorschlagen zur Vereinfachung des Nachweises einer Einlagenrückgewähr an das Bundesfinanzministerium gewandt. In einem gemeinsamen Schreiben unterbreiten die Verbände zum einen Vorschläge, wie zu dieser Thematik ergangene Rechtsprechung durch die Finanzverwaltung umgesetzt werden sollte. Zum anderen befassen die Verbände sich in ihrem Schreiben mit möglichen Reformansätzen für den Gesetzgeber.


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