Stellungnahmen
Elek­tro­mo­bi­li­tät

Unfall­for­scher leh­nen E-Scoo­ter auf Geh­we­gen ab

Die Unfallforschung der Versicher lehnt den Vorschlag ab, Elektrokleinstfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 12 km/h für die Nutzung auf Gehwegen zuzulassen.

Bei einem Aufprall mit dieser Geschwindigkeit könnte auf einen stehenden Fußgänger eine Kraft von rund 150 kg bzw. sechs handelsüblichen Zementsäcken wirken. Besonders ältere Personen wären allein durch einen Sturz potentiell von langwierigen Verletzungsfolgen betroffen. Gerade vor diesem Hintergrund sei auch nicht nachvollziehbar, dass der Antrag der FDP-Bundestagsfraktion für diese als „Freizeitklasse“ bezeichneten Fahrzeuge keine Pflicht zum Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung vorsieht; etwaige Unfallopfer müssten wirksam und zuverlässig vor den finanziellen Folgen eines Unfalls mit einem E-Scooter geschützt werden. Das gelte auch für die von der FDP so genannte „Pendlerklasse“, die bis 25 km/h schnell sein soll und damit ebenfalls zu erheblichen Verletzungen führen kann.

Darüber hinaus kritisiert die Unfallforschung, dass sowohl für Freizeit- als auch für Pendlerklasse kein Mindestalter vorgesehen sei. Kindern fehle sowohl die Reife als auch die Möglichkeit, vorausschauend zu fahren.


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