Stellungnahmen
Steu­er­po­li­tik

Rege­lun­gen zum Ver­lust­vor­trag nach Anteils­eig­ner­wech­seln kon­kre­ti­sie­ren

Der GDV hat gemeinsam mit anderen Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft zu einem Entwurf für ein Anwendungsschreiben zu § 8d Körperschaftssteuergesetz Stellung genommen.

Grundsätzlich gehen Verlustvorträge einer Körperschaft bei Aufnahme neuer Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 50 Prozent verloren (§ 8c Körperschaftssteuergesetz). Auf Antrag kann die Körperschaft nach § 8d KStG den Verlustvortrag als sogenannten „fortführungsgebundenen Verlustvortrag“ erhalten. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Geschäftsbetrieb der Körperschaft im Wesentlichen unverändert fortgeführt wird. Die Verbände regen in ihrer Stellungnahme zum Entwurf des Bundesfinanzministeriums für ein Anwendungsschreiben weitere Klarstellungen zu der komplexen Regelung des § 8d KStG an. 

Insbesondere verweisen die Verbände auf die Ungenauigkeit des Begriffs des „Geschäftsbetriebes“, der für den Verlusterhalt eine elementare Bedeutung hat und fordern eine weitere Konkretisierung nebst entsprechender Beispiele. Die Stellungnahme verweist darüber hinaus auf gesetzgeberischen Handlungsbedarf, da die Norm des § 8d KStG wegen zahlreicher einschränkender Voraussetzungen in der Praxis oft nicht nutzbar ist.


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