Stellungnahmen
Stel­lung­nahme Basis­in­for­ma­ti­ons­blatt

Pro­vi­so­rien hel­fen bei PRIIPS nicht wei­ter

Die Änderungsvorschläge der europäischen Finanzaufsichtsbehörden (ESA) für das Basisinformationsblatt zu Finanzanlageprodukten gehen in die falsche Richtung. Statt zwischenzeitlicher Provisorien ist vielmehr eine gründliche Überarbeitung zu einem späteren Zeitpunkt mit mehr Vorlaufzeit notwendig.

Eine Umsetzung der Änderungsvorschläge würde die Produktinformationen für Verbraucher keineswegs verbessern. Das gilt insbesondere für die Einführung von Vergangenheitsrechnungen zusätzlich zu den Zukunftsszenarien. Auch allgemein sind Vergangenheitsrechnungen aus Sicht des GDV grundsätzlich ein irreführender Indikator für die Verbraucher, da sie z. B. prozyklisches Verhalten fördern und somit der ursprünglichen Intention der Basisinformationsblätter zuwider laufen. 

Die ESA sollten daher von unbefriedigenden Behelfskonstruktionen absehen und stattdessen einen umfassenden Review des Basisinformationsblatts zu einem späteren Zeitpunkt durchführen. Dieser Review sollte unbedingt Verbrauchertests, Folgenabschätzungen und weitere Konsultationen umfassen.

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