Stellungnahmen
Posi­ti­ons­pa­pier

Nut­zung von Algo­rith­men wei­ter­hin gewähr­leis­ten

Privater Versicherungsschutz setzt eine Bewertung der versicherten Risiken und die Ermittlung einer risikoorientierten Versicherungsprämie voraus. Versicherer nutzen deshalb seit jeher Daten und Algorithmen. Der Gesetzgeber hat einen engen Rahmen geschaffen, in dem die Verwendung von Kundendaten geregelt ist. Vor weiterer Regulierung sollte dieser bestehende gesetzliche Rahmen ausgeschöpft werden.

Eine Befassung mit ethischen Fragen – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – hält die Versicherungswirtschaft für gut und steht ihr offen gegenüber. Die Pflicht zur Offenlegung von Algorithmen oder die Einführung eines Algorithmen-TÜVs ist dagegen abzulehnen.

In der politischen Diskussion spielt die Frage, wie Algorithmen besser überprüfbar gemacht werden können, eine wichtige Rolle. Die Vorteile, die durch die Nutzung von Algorithmen für Kunden entstehen, sind bereits heute greifbar. So können zum Beispiel Kfz-Schäden durch teil- und vollautomatisierte Prozesse deutlich schneller bearbeitet werden.

Offenlegung von Algorithmen könnte Innovationen hemmen

Die Forderung nach einer Offenlegung von Algorithmen kann sich innovationshemmend auswirken. Denn Unternehmen müssten stärker als heute abwägen, ob sich unter diesen Voraussetzungen eine Investition in neue Analyse- und Entscheidungswerkzeuge lohnen kann.

Die bereits heute bestehenden Gesetze sollen ausgeschöpft werden, bevor neue Regelungen geschaffen werden. Diese Gesetze der analogen Welt gelten auch in der digitalen Welt. Die Versicherungswirtschaft ist eine hoch regulierte Branche, dies ist bei neuen gesetzlichen Vorhaben zu berücksichtigen.

Die vollständige Stellungnahme zum Download:

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