Stellungnahmen
Sol­vency II

Kli­ma­ri­si­ken im ORSA: Indi­vi­du­elle Ana­lyse sinn­vol­ler als Stan­dards­ze­na­rien

Die EIOPA will quantitative Risikobewertungen zum Klimawandel für ORSA-Berichte verbindlich machen. Der GDV hält die Berücksichtigung bestehender, materieller Klimarisiken für unumgänglich, plädiert aber für eine unternehmensspezifische angemessene Umsetzung.

Ein langfristig vorausschauender Ansatz für Klimawandelrisiken im ORSA (Own Risk and Solvency Assessment) kann für Unternehmen sehr wichtig sein – abhängig von Geschäftsmodell und Risikoprofil. Daher unterstützt die deutsche Versicherungswirtschaft grundsätzlich die Initiative der EIOPA für eine Abbildung von Klimarisiken.  Allerdings sollten Unternehmen nur dann eine quantitative Risikoabschätzung vornehmen müssen, wenn tatsächlich materielle Risiken durch den Klimawandel für das Geschäftsmodell erkennbar sind.

Der ORSA-Bericht ist unternehmensindividuell und setzt unternehmensspezifische Schwerpunkte in Abhängigkeit des konkreten Risikoprofils. Dieser Grundsatz sollte auch für den Umgang mit Klimarisiken gelten. Hinzu kommt, dass sich die Ergebnisse der Klimamodelle zu Veränderungen von Temperatur oder Niederschlag nicht direkt in Schadenzahlungen, Zeichnungsstrategien etc. übertragen lassen.

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