Stellungnahmen
Elek­tro­ni­scher Iden­ti­täts­nach­weis

Für die ver­netzte Welt sind sichere digi­tale Iden­ti­tä­ten unver­zicht­bar

Die europäische Kommission schlägt die Einführung einer europäischen digitalen Identität (EUid) für natürliche und juristische Personen vor. Die Versicherer unterstützen dieses Vorhaben.

Sichere und vertrauenswürdige digitale Identitäten werden essentiell zum Erfolg der Digitalisierung beitragen. Die Novellierung der eIDAS-Verordnung (electronic Identification, Authentication and trust Services) und die damit einhergehende Einführung einer EUid zielt darauf ab, diese in Europa grenzüberschreitend zu stärken und ein europäisches Ökosystem zu etablieren. Da derzeit nicht alle Mitgliedstaaten eine elektronische Identität (eID) anbieten, werden sie im Rahmen der Reform verpflichtet, ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie juristischen Personen ein sogenanntes "digital wallet" zur Verfügung zu stellen. Damit soll es ermöglicht werden, nationale digitale Identitäten mit den Nachweisen anderer persönlicher Attribute (z. B. Führerschein, Abschlusszeugnisse, Bankkonto usw.) zu verknüpfen und dezentral auf mobilen Endgeräten zu speichern. Die Wallets können von Behörden sowie von privaten Einrichtungen bereitgestellt werden, sofern sie von einem Mitgliedstaat anerkannt sind. Während die Nutzung der EUid auf Freiwilligkeit basiert, sieht Art. 12b Abs. 2 des Entwurfs vor, dass Unternehmen, die nach nationalem Recht oder Unionsrecht verpflichtet sind, eine starke Benutzerauthentifizierung für die Online-Identifizierung zu verwenden, auch die Verwendung der EUid akzeptieren.

Die Versicherungswirtschaft macht sich seit langem für die Etablierung eines europäischen, barriere- und diskriminierungsfreien Ökosystems für digitale Identitäten stark. Dabei betont sie die Integration verschiedener Identifizierungsverfahren bei gleichem Vertrauensniveau und gleichermaßen hoher Nutzerfreundlichkeit. 


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