Stellungnahmen
Nach­hal­tig­keit

EU-Stan­dards für Sustaina­bi­lity Repor­ting: Enge Ver­zah­nung mit glo­ba­len Akti­vi­tä­ten erfor­der­lich

Die EFRAG hat im Zuge der Ausarbeitung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) einen Verfahrensvorschlag zur Entwicklung von Nachhaltigkeitsstandards entwickelt. Der GDV hält den Vorschlag insgesamt für zielführend - das Verfahren sollte aber eng mit internationalen Initiativen verzahnt werden.

Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG), das Beratungsgremium der EU-Kommission in Rechnungslegungsfragen, hat einen Verfahrensvorschlag zur Entwicklung von EU-Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (EU Sustainability Reporting Standards, ESRS) veröffentlicht. Ein transparentes Verfahren (‘due process‘) ist von erheblicher Bedeutung,  da die hier erarbeiteten Standards von den europäischen Unternehmen im Zuge der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) umgesetzt werden müssen.

Die deutsche Versicherungswirtschaft hält den Verfahrensvorschlag grundsätzlich für geeignet. Wichtig ist, dass die Verfahrensgrundsätze auch für die parallel laufenden Arbeiten an der Taxonomie für die digitale Darstellung der Nachhaltigkeitsberichte der Unternehmen gelten. Darüber hinaus spricht sich der GDV für eine enge Verzahnung der Arbeiten an der ESRS mit der Entwicklung globaler Nachhaltigkeitsberichtsstandards durch die IFRS-Stiftung aus.

Umsetzung bis spätestens Oktober 2022

Hintergrund der EFRAG-Konsultation ist der Richtlinienvorschlag der EU-Kommission zur Weiterentwicklung der Nachhaltikgeitsberichterstattung in der EU. Hierfür hat die EU-Kommission am 21. April 2021 einen Entwurf für die CSRD vorgelegt, der unter anderem detaillierte EU-Berichtsstandards zur inhaltlichen Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsberichterstattung vorsieht. Diese Standards soll die EFRAG ausarbeiten. Eine Annahme der Standards durch die Kommission soll spätestens Ende Oktober 2022 erfolgen.

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