Stellungnahmen
Sol­vency II

EIOPA-Vor­schläge zu Berichts­pflich­ten gehen in die rich­tige Rich­tung

Die EIOPA hat Überarbeitungsvorschläge für die Solvency-II-Berichterstattung zur Diskussion gestellt. Sie enthalten viele positive Aspekte, kritisch sieht der GDV jedoch die Elemente, die die Berichterstattung noch komplexer machen könnten.

In der nunmehr dritten Konsultationswelle zu den Berichtspflichten im Solvency-II-Review 2020 hat die EIOPA viele Anliegen der Versicherungsbranche aufgegriffen. Eine abschließende Bewertung der Vorschläge ist zwar noch nicht möglich, da einige Punkte nur grob umrissen und nicht im Detail ausgeführt sind. Grundsätzlich positiv ist allerdings die von der EIOPA angeregte Einführung eines zweistufigen Verfahrens zur Anpassung der Solvency-II-XBRL-Taxonomie.

Auf der Haben-Seite steht zudem, dass die EIOPA die finalen technischen Anforderungen eher als bislang geplant veröffentlichen will und den Zeitplan zur Veröffentlichung der Validierungsregeln beibehält. Der GDV schlägt in diesem Zusammenhang die Einführung einer ‚Frozen Zone‘ vor, in der keine Anpassungen – außer Deaktivierungen von Validierungsregeln – erfolgen dürfen, um den Unternehmen Stabilität für die Umsetzung und erstmalige Anwendung geänderter technischer Anforderungen zu gewähren.

Einige Änderungsvorschläge würden die Komplexität erhöhen

Wichtig ist auf der anderen Seite, dass sich die Komplexität der technischen Berichts- und Offenlegungsanforderungen nicht zusätzlich erhöht. Ein Kritikpunkt ist hier unter anderen die vorgeschlagene Einführung eines einheitlichen maschinenlesbaren Formats für den SFCR.

Um die Sichtbarkeit des SFCR zu erhöhen, ist es aus Sicht des Verbandes akzeptabel, im Rahmen des regulären Reportings die Weblinks zu den Berichten der Aufsicht bzw. EIOPA zur Verfügung gestellt werden können. Die Entwicklung eines Verzeichnisses aller veröffentlichten Berichte lehnt der GDV hingegen ab, da die Unternehmen letztlich verantwortlich für den Inhalt des SFCR bleiben und dieser daher nur auf der Unternehmensseite selbst veröffentlicht werden sollte.

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