Stellungnahmen
Steu­er­po­li­tik

Bund und Län­der sol­len GoBD wei­ter­ent­wi­ckeln

Der GDV setzt sich dafür ein, dass Bund und Länder das BMF-Schreiben „GoBD" (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) weiterentwickeln. Er hat dazu zusammen mit den anderen Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft zwei Eingaben an das Bundesministerium der Finanzen (BMF) gerichtet.

Die Wirtschaftsverbände greifen das Angebot des BMF aus der Zeit der Entstehung des Schreibens (BMF-Schreiben vom 14. November 2014, BStBl I S. 1450) auf, die GoBD regelmäßig an den technischen Fortschritt, neue Rechtsprechung und auftretende Praxisprobleme anzupassen.

Grundlegende erste Eingabe vom 7. Dezember 2017

Im Einzelnen wird in der Eingabe u. a. angeregt,

  • klarzustellen, dass die Vorgaben zur elektronischen Erfassung von Papierdokumenten unabhängig von der technischen Ausprägung des Erfassungsgeräts sowie der verwendeten Software gelten und damit insbesondere auch auf das sog. mobile Scannen anwendbar sind (unabhängig davon, ob der Scanvorgang im In- oder Ausland durchgeführt wird; vgl. Nrn. 1 und 2);
  • die Daten und Unterlagen, die für die Besteuerung von Bedeutung sind (Tz. 3 bis 5 der GoBD) und damit den GoBD unterliegen, beispielhaft klar zu benennen und einzugrenzen; von den Unternehmen sollten dazu kostenlos verbindliche Auskünfte bei den Finanzämtern gestellt werden können; (vgl. Nr. 3)
  • rechtssichere Prüfkriterien dazu zu entwickeln, welche Vor- und Nachsysteme in die GoBD einzubeziehen sind (vgl. im Einzelnen Nr. 4).

Ergänzende Eingabe vom 28. März 2018 

In einer zweiten Eingabe wurden die Punkte weiter präzisiert und ergänzt.






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