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Beson­der­hei­ten ver­si­che­rungs­ba­sier­ter Anla­ge­pro­dukte bes­ser berück­sich­ti­gen

Im Rahmen der geplanten EU-Kleinanlegerstrategie hat die EU-Kommission eine Verbesserung der Eignungs- und Angemessenheitsbeurteilung konsultiert.

Im Zuge der EU-Kleinanlegerstrategie erwägt die EU-Kommission, eine „personalisierte Anlagestrategie“ einzuführen. Diese soll über alle Anlagemöglichkeiten hinweg gelten und schließt versicherungsbasierte Anlageoptionen explizit ein. Die innerhalb der Konsultation skizzierte „personalisierte Anlagestrategie“ soll maschinenlesbar und portabel sein, damit es Kunden erleichtert wird, sowohl Vermittler als auch Produktanbieter zu wechseln. Die EU-Kommission will auch festgelegen, inwieweit es Finanzvermittlern erlaubt ist, von dieser einmal erstellten „personalisierten Anlagestrategie“ abzuweichen und wann sie aktualisiert werden muss. Diese geplante Portabilität hat einen engen Bezug zu den parallellaufenden Arbeiten der EU-Kommission an einem „Open Finance“-Rechtsrahmen. Diesen will die EU-Kommission bis zum Jahresende 2022 vorlegen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat sich sehr kritisch zu den Vorschlägen der EU-Kommission geäußert. Versicherungsbasierte Anlageprodukte unterscheiden sich grundlegend von anderen Anlageprodukten. Die Vorschläge haben das Potential die Produktauswahl und den Zugang zu qualitativ hochwertiger Beratung einzuschränken. Zudem gibt es keine Hinweise dafür, dass eine Änderung des Rechtsrahmens erforderlich wäre. Die Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) bietet ausreichenden Schutz und hat sich in der Praxis bewährt. Außerdem bemängelt der GDV die sehr knappe, nur vierwöchige, Konsultationsfrist.

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