Stellungnahmen
Sol­vency II

Berichts­pflich­ten auf das Wesent­li­che kon­zen­trie­ren

Unter Solvency II müssen die Versicherungsunternehmen zahlreiche Berichte mit einer kaum überschaubaren Datenmenge veröffentlichen. Die EU-Kommission stellt die Berichtspflichten nun auf den Prüfstand. Aus Sicht der Versicherungswirtschaft sollten sich die Berichte auf wesentliche Informationen konzentrieren und Redundanzen beseitigt werden.

Die Europäische Kommission hat im Dezember 2017 eine Abfrage zu den aufsichtlichen Berichtspflichten im Finanzsektor angestoßen. Darin sind unter anderem die Konsistenz, Effizienz und die Wirksamkeit der bestehenden Berichtspflichten zu beurteilen. Daneben dient die Abfrage der Erhebung konkreter Daten zum Ist-Zustand der aufsichtlichen Berichterstattung und möglicher Verbesserungsansätze.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) setzt sich dafür ein, die Berichtsinhalte auf für die Aufsichtsbehörden bzw. Stakeholder relevanten Informationen zu konzentrieren. Beispielsweise müssen einige Unternehmen für die quartalsweise "Quantitative Berichterstattung" (QRT) 120.000 Datenfelder befüllen und übermitteln. Es ist fraglich, ob alle diese Informationen für die Aufsicht erforderlich sind. Vielmehr dürfte die Datenflut eine effiziente Aufsicht erschweren.   


 


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