Stellungnahmen
Berufs­haft­pflicht

Bei neuer Part­ner­schafts­ge­sell­schaft für Archi­tek­ten und Inge­nieure sollte nach­ge­bes­sert wer­den

Die Thüringische Landesregierung bereitet einen Entwurf zur Änderung des Landesarchitekten- und Ingenieurgesetzes zur Einführung der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB) für Architekten und Ingenieure vor. Die Versicherungswirtschaft begrüßt die Einführung der Partnerschaftsgesellschaft, sieht jedoch die konkrete Ausgestaltung der Versicherungspflichten kritisch.

Die Versicherungswirtschaft begrüßt die Vorbereitung zur Einführung einer Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB) für freiberufliche Architekten und Ingenieure. Diese Gesellschaftsform bietet diesen Berufsgruppen eine interessengerechte Alternative zu internationalen Modellen wie der englischen Limited Company, in der sie ihre Berufshaftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränken können.

Es bestehen jedoch Bedenken, dass die vorgesehene Versicherungspflicht durch undifferenzierte und zu hohe Versicherungssummen nicht sachgerecht ausgestaltet ist. Überdies wendet sich die Versicherungswirtschaft gegen die Schaffung von erheblichen Kumulrisiken durch die Bestimmung der Jahresmaximierung nach Maßgabe der Anzahl der in der PartGmbB vereinten Partner. Darüber hinaus bedeutet der Anpassungsbedarf bei Veränderung der Gesellschafterzahlen eine Mehrbelastung durch Verwaltungsaufwand.

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