Stellungnahmen
Trans­port­si­cher­heit auf See

Acht Vor­schläge für mehr Sicher­heit nicht-stan­dar­di­sier­ter Ladung

Die von der internationalen Seeschifffahrt bewegten nicht-standardisierten Ladungen wie Schwergüter und Stückgut sind in den vergangenen 20 Jahren immer größer und schwerer geworden. Die deutschen Transportversicherer schlagen daher vor, die Empfehlungen der International Maritime Organization (IMO) der Vereinten Nationen zur Sicherung dieser Ladung zu überarbeiten und haben acht konkrete Vorschläge erarbeitet.

Außergewöhnlich hohe oder schwere Ladungen können sich unter ungünstigen Umständen schon bei normalen Stampf- und Rollbewegungen des Schiffes verlagern. Dadurch kann das Schiff Schlagseite bekommen, die Stabilität verlieren und im Extremfall sogar untergehen. Um nicht-standardisierte Ladung gegen die Kräfte auf See wirksam zu sichern, müssen eine Vielzahl von wechselnden Faktoren berücksichtigt und individuelle Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden. Die international anerkannte Hilfestellung und belastbare Basis für die Sicherung dieser Ladung ist der Annex 13 des „Code of Safe Practice for Cargo Stowage and Securing“ (CSS-Code) der International Maritime Organization (IMO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Der Annex 13 war 1995 als Empfehlung der IMO herausgegeben worden, nachdem die Zahl spektakulärer Seeunfälle aufgrund von mangelhaft ausgeführten Ladungssicherungsmaßnahmen kontinuierlich angewachsen war.

Da die nicht-standardisierten Ladungen in den vergangenen 20 Jahren immer größer und schwerer geworden sind, sehen die deutschen Transportversicherer jetzt die Notwendigkeit, die Empfehlungen des CSS-Codes zur Sicherung nicht-standardisierter Ladung zu überarbeiten. Sie haben dafür acht konkrete Verbesserungsvorschläge formuliert, die von der Überarbeitung der wetterbasierten Lastannahmen bis zur getrennten Erfassung der Impulskräfte in Kippbilanzen reichen.


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