Poli­tik

Wir brau­chen ein „Durch­star­ten“ bei der Ries­ter-Rente

Zu den rentenpolitischen Äußerungen von CSU-Chef Horst Seehofer erklärt Peter Schwark, für Altersvorsorgethemen zuständiger Geschäftsführer beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV):

Die Riester-Rente ist keineswegs gescheitert. Es gibt 16 Millionen Verträge seit Einführung 2002! Sie ist und bleibt ein wichtiger Baustein der Ergänzungsvorsorge. Und als solcher war sie auch erfolgreich. Insbesondere für Familien mit unterdurchschnittlichem Einkommen und mehreren Kindern ist Riester hoch attraktiv. Aber wahr ist auch: Wir brauchen ein „Durchstarten“ bei der Riester-Rente, mit einem kraftvollen Bekenntnis der Politik:

  • Die Riester-Förderung muss dringend an die gestiegenen Einkommen und damit den höheren Vorsorgebedarf angepasst werden.

  • Auch Menschen mit sehr niedrigen Einkommen brauchen einen Sparanreiz. Derzeit müssen Riester-Renten voll mit der Grundsicherung im Alter verrechnet werden – wir plädieren für einen angemessenen Freibetrag.

  • Das Riester-Sparen sollte für alle Bevölkerungsgruppen geöffnet werden – also auch für Solo-Selbstständige und Nicht-Erwerbstätige.

  • Zudem sollte das Zulagenverfahren vereinfacht werden.

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