Die schönste Ver­si­che­rungs­sa­che der Welt

Wie die ori­gi­na­len Guten­berg-Bibeln ver­si­chert sind

Am 23. April 2015 feiern deutschlandweit Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte den UNESCO-Welttag des Buches. Grund genug für den GDV einen Blick auf das Buch der Bücher zu werfen – aus der Versicherer-Perspektive.

Der Erfinder des modernen Buchdrucks Johannes Gutenberg fertigte 180 Exemplare der Heiligen Schrift ab 1452 in Serie – und doch war jede einzelne seiner Bibeln ein Unikat. Denn seine den Handschriften nachempfundenen Drucke ließen reichlich Platz für Buchmalereien. Nur etwa 50 Gutenberg-Bibeln sind erhalten, fünf davon auf wertvollem Pergament.

Die wohl am üppigsten mit bunten Tierzeichnungen und Blattgold verzierte Ausgabe befindet sich heute aus konservatorischen Gründen im Tresorraum der Staatsbibliothek Berlin – bei 18 Grad Celsius und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die Öffentlichkeit bekommt sie nur selten zu sehen.

25 Millionen Euro Versicherungssumme

Einmal, vor vier Jahren, durfte der erste von zwei Bänden in die große Welt reisen, und zwar zu einer Ausstellung ins südkoreanische Seoul. Versicherungssumme: 25 Millionen Euro. Selbst zu Gutenbergs Lebzeiten war das Buch, das als gedrucktes Werk Bücher erschwinglich machen sollte, nicht billig: 100 rheinische Gulden zahlte der Käufer. Das entsprach damals dem Preis eines Patrizierhauses in der Stadt oder einem Dutzend Ochsen.

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