Ren­ten­ver­si­che­run­gen

Was ist eine "Ster­be­ta­fel"?

Innerhalb der Versichertengemeinschaft ist der Ausgleich des Langlebigkeitsrisikos ein typisches Merkmal von Lebensversicherungen. Damit bieten Lebensversicherer eine Leistung, die weder Banken noch Fondsgesellschaften erbringen können: garantierte Rentenzahlungen, so lange eine Person lebt. Wie aber funktioniert die Kalkulation von Rentenversicherungen und warum arbeiten die Unternehmen mit sogenannten „Sterbetafeln“?

Sterbetafeln sind Tabellen, die zeigen mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Person eines bestimmten Alters vor Erreichen ihres nächsten Geburtstages voraussichtlich sterben wird. Aus ihnen kann abgeleitet werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Alter erreicht wird. Zudem enthalten sie Sterbewahr- scheinlichkeiten für jedes mögliche Lebensalter.

Erstellt werden die Sterbetafeln von der berufsständischen Vereinigung deutscher Versicherungsmathematiker, die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV). Sie sind öffentlich und online abrufbar .

Ermittlung der Sterbewahrscheinlichkeiten
Zur Ermittlung der Sterbewahrscheinlichkeiten werden Jahr für Jahr die tatsächlich erreichten Lebensalter beobachtet und in Zeitreihen fortgeschrieben. Dazu werden herangezogen:

  • Daten der gesetzlichen Rentenversicherung,

  • Angaben des statistischen Bundesamtes und

  • Erfahrungswerte der Versicherungsunternehmen.

Die Angemessenheit der Sterbetafeln wird regelmäßig überprüft, sowohl von der DAV, als auch seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die aktuell zur Reservierung von Rentenversicherung empfohlene Sterbetafel ist die „DAV 2004 R“ (PDF).

Einheitliche Standards für unternehmensindividuelle Sterbetafeln
Die von Versicherungsunternehmen zur Kalkulation der Prämien und Leistungen verwendeten Sterbetafeln werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft. Dabei kontrolliert die BaFin, dass die Werte angemessen sind.

Zur Startseite
Auch inter­essant