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Pro­gnos-Stu­die 2013

Ver­si­che­rungs­wirt­schaft leis­tet maß­geb­li­chen Bei­trag zu Wohl­stand und Wachs­tum

Ein Achtel des gesamten Wirtschaftswachstums lässt sich für die vergangenen Jahre auf den Beitrag der Assekuranz zurückführen. Damit hat die Versicherungswirtschaft eine überproportionale Bedeutung für den Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das unterstreicht die Schlüsselfunktion der Branche: Sie sichert Risiken ab und ermöglicht unternehmerische Aktivitäten.

Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie „Die Bedeutung der Versicherungswirtschaft für den Wirtschaftsstandort Deutschland“ der Prognos AG im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), die heute in Frankfurt am Main vorgestellt wird.

Versicherungen sind immaterielle Güter, daher wird ihre konkrete wirtschaftliche Bedeutung oft verkannt. Dabei ist die Branche eine von wenigen, die für nahezu die gesamte Volkswirtschaft wichtig ist: Versicherer übernehmen Risiken. Sie belegen sie mit Preisen und machen sie dadurch kalkulierbar. Sie legen damit das Fundament für Investitions- und Anlageentscheidungen und ermöglichen so erst unternehmerisches Handeln.

Das Wirtschaftsforschungs- und Beratungsinstitut Prognos hat jetzt anhand einer Modellrechnung erstmals handfeste Zahlen zum Wachstumsbeitrag der Branche vorgelegt. „Die Entwicklung der Versicherungswirtschaft hat ein zusätzliches Wachstum ermöglicht, das allein im Zeitraum von 1995 bis 2008 einem BIP-Wachstum in Deutschland von rund 67 Milliarden Euro entspricht. Das durchschnittliche Wirtschaftswachstum ist dadurch in diesem Zeitraum mit 1,5 Prozent pro Jahr um 0,2 Prozent höher ausgefallen. Eine Branche, auf die volkswirtschaftlich lediglich 1,4 Prozent der Erwerbstätigen entfallen, ist damit für ein Achtel des Wachstums verantwortlich“, stellt Christian Böllhoff, geschäftsführender Gesellschafter der Prognos AG, fest.

Für die Berechnung hat Prognos ein sogenanntes ökonometrisches Modell herangezogen und die funktionale Bedeutung der Versicherungswirtschaft in Zahlen gefasst. Als Basis dienten Daten aus den Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ausgangsüberlegung war, dass ein Land mit gut entwickelter Assekuranz ein höheres Wachstumspotenzial hat als eine Volkswirtschaft mit einer geringer ausgeprägten Versicherungslandschaft.

 Spitzenposition im internationalen Vergleich

Die deutsche Versicherungsbranche nimmt weltweit eine führende Marktposition ein. Deutschland hat im globalen Vergleich den sechstgrößten Erstversicherungsmarkt und ist im Rückversicherungsgeschäft mit einem Beitragsanteil von 31 Prozent Weltmarktführer. Deutsche Versicherungsunternehmen gehören zu den führenden Anbietern auf vielen ausländischen Versicherungsmärkten.

Rund 1,3 Millionen Menschen werden hierzulande direkt (550.000) oder indirekt durch die Versicherungswirtschaft beschäftigt. Die Branche ist damit einer der großen Arbeitgeber und Ausbilder des Landes. Sie trägt mit 90,6 Milliarden Euro mehr als 3,4 Prozent zum BIP bei. Ihr Beitrag zum gesamten Steueraufkommen beläuft sich auf 26,2 Milliarden Euro (4,4 Prozent). Das entspricht im Volumen den Haushalten von Hamburg, Bremen und dem Saarland zusammen.

„Die Studie unterstreicht, dass wir eine leistungsstarke Branche sind, die einen großen Wert für ihre Kunden schafft und einen enormen Wachstums- und Wohlstandsbeitrag liefert“, sagt GDV-Präsident Alexander Erdland. „Versicherungsschutz erweitert die Handlungsspielräume von Menschen und Unternehmen und stabilisiert die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft.“

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