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Neue POSI­TIO­NEN-Aus­gabe

Ver­si­che­rer kön­nen Finan­zie­rungs­lücken bei Infra­struk­tur­pro­jek­ten schlie­ßen

Die Versicherer stehen für die Finanzierung von Infrastrukturprojekten bereit. Dafür müssten jedoch die regulatorischen Rahmenbedingungen stimmen und die Planungsprozesse von öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) deutlich vereinfacht werden, sagten Branchenvertreter den POSITIONEN. Das Thema Infrastruktur ist der Schwerpunkt in der heute erschienenen neuen Ausgabe des GDV-Magazins.

Infrastruktur-Investments passen sehr gut zu unserem Geschäftsmodell als Versicherer“, erklärte der Chefanleger der Allianz Leben, Jörg Ladwein. Als Voraussetzung für ein stärkeres Engagement der Assekuranz nennt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Rechtssicherheit und regt eine eigene Anlageklasse für Infrastruktur- und Energieinvestitionen an.

Der Vorstand des Baukonzerns Hochtief, Nikolaus Graf von Matuschka, forderte im Interview mit POSITIONEN „einheitliche Standards, statt sie für jede ÖPP immer wieder neu zu erfinden“. „Die Vergabeprozesse wären kürzer und günstiger.“ Grundsätzlich hält der Hochtief-Manager die Versicherungswirtschaft für einen prädestinierten Partner solcher Projekte: „ÖPP bieten gerade für Versicherer eine gute Mischung aus Sicherheit und planbarer Rendite.“ Die Projekte hält er für „ähnlich sicher wie Staatsanleihen“.

Experten schätzen, dass der volkswirtschaftliche Schaden durch Sperrungen, Staus und Umwege allein in Deutschland in die Milliarden geht. Auch angesichts der seit 2009 im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse liebäugelt der Staat verstärkt mit privaten Geldgebern. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat dazu eine Expertenkommission mit Vertretern auch aus der Versicherungsbranche eingesetzt.

   

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