Schadenverhütung
Kon­sul­ta­ti­ons­ver­fah­ren VdS 6002

Leit­fa­den für die bau­kon­struk­tive Über­flu­tungs­vor­sorge

Mit diesem neuen Leitfaden sollen die umfangreichen Ergebnisse aktueller Forschung zu baukonstruktiver Überflutungsvorsorge für die Anwendung in der Praxis aufbereitet werden. Diese Forschungsarbeit wurde 2018 und 2019 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden sowie mit der Förderung und Begleitung seitens GDV durchgeführt.

Aus­gehend von den systematisch ausgewerteten Schade­nerfahrungen zielt das Vor­haben da­rauf ab, fundierte Kriterien zur Beurteilung und Optimierung baulicher Widerstandsfähigkeit gegen mögliche Überflutung zu entwickeln. Damit soll das hochwasser­angepasste Planen und Bauen konkretisiert werden. Der Forschungsbericht wird auf der Webseite von HTW Dresden und auf der Webseite des GDV parallel veröffentlicht.

Der Leitfaden VdS 6002 mit Empfehlungen aus Sicht der Versicherungswirtschaft zur Schadenver­hütung greift auf ein ganzheitliches Schutzkonzept zurück, das sich in der Praxis bewährt hat. Darin sind überflutungswider­standsfähige Konstruktionen für Außenwände und Decken-/Fußboden beispielhaft erläutert, mit Bezug auf die vorhandenen Gefahren, Risiken und Festlegungen erforderlicher Schutzziele samt Vorsorgestrategien. Dabei sind zudem die Frage­stellungen zu Verantwortlichkeit und Qualitätssicherung thematisiert.

Die schematischen Darstellungen zur Einordnung der typischen Bauarten für Außenwände und Decken-/Fußboden rundet die Empfehlungen für eine mögliche Klassifizierung bau­konstruktiver Überflutungsvorsorge mit Beispielen der Nutzen- und Kosten-Analyse ab. Auf dieser Grundlage können die Bauart­klassen (BAK) der Versicherer als ein vereinfachtes und zugleich bewährtes Instrument zur Gefährdungsbeurteilung erweitert werden, die bisher auf die Gefahr Feuer fokussiert ist, ggf. auf die Gefahr Überschwemmung.  

Die Darstellung der überflutungswiderstandsfähigen Bauarten, eingeführt und erläutert mit dem korrespondierenden Leitfaden VdS 6002, erfolgt zudem mit einem Online-Katalog auf der GDV-Webseite.

Weitere Informationen und Einzelheiten zum Konsultationsverfahren finden Sie auf der Internetseite vds.de/de/richtlinien/entwuerfe-gdv

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