Alters­vor­sorge

Frauen holen bei Alters­rente nur lang­sam auf

Die Frau kümmert sich um Kinder und Haushalt, der Mann bringt das Geld nach Hause: Diese jahrzehntelang prägende Rollenverteilung ist längst überholt. Heute sind Frauen viel häufiger erwerbstätig als noch vor 20 Jahren. Doch auch wenn sie am Arbeitsmarkt aufgeholt haben, bleiben sie bei der Rente im Rückstand. Ein Blick in die Zahlen.

1. Rente heute: Traditionelles Geschlechtermodell wirkt nach

Frauen, die 2014 in Rente gingen, erhielten im Durchschnitt eine um 45 Prozent niedrigere Rente als neu verrentete Männer. In dieser Differenz schlägt sich die traditionelle, über Jahrzehnte stabile Rollenverteilung besonders in den alten Bundesländern mit dem Mann als einzigem oder zumindest hauptsächlichem Verdiener nieder.

2. Rente morgen: Ungleichgewicht bleibt erhalten – vorerst

Das Ungleichgewicht bei der gesetzlichen Rente wird in den kommenden Jahren geringer, aber nicht verschwinden. Zwar sind mittlerweile über 70 Prozent der Frauen in Deutschland erwerbstätig, aber fast jede zweite arbeitet Teilzeit und erwirbt dementsprechend niedrigere Rentenansprüche.


3. Frauen müssten mehr vorsorgen

Um ihren Ruhestand finanziell abzusichern, müssten Frauen kontinuierlich und selbst mit kleinen Beiträgen etwas für ihre private Altersvorsorge tun. Dafür nutzen viele Frauen die Riester-Rente, die mit Zulagen die eigenen Beiträge aufstockt. Laut Statistik der Rentenversicherung sind gut 56 Prozent der Riester-Sparer weiblich. Die zu erwartenden Renten aus betrieblicher- bzw. privater Vorsorge liegen aber unter denen der Männer, zeigen GDV-Berechnungen (siehe GDV-Broschüre „Gut versorgt oder selbst vorgesorgt?“). Und: Ein Viertel der Frauen hat noch nie einen Vertrag für die private Vorsorge abgeschlossen.

 

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