Pri­vate Alters­vor­sorge

Fast die Hälfte der Euro­päer spart nicht

Ohne private Altersvorsorge lässt sich der Lebensstandard im Alter kaum halten. Das gilt in Deutschland wie auch in den übrigen europäischen Ländern. Ein Großteil der Menschen verzichtet dennoch darauf – oft aber nicht absichtlich.

Fast die Hälfte der Europäer sorgt nicht privat für das Alter vor. 43 Prozent haben keine ergänzende Zusatzvorsorge – und das oft, weil ihnen das Geld fehlt. Immerhin 42 Prozent der Nicht-Sparer geben dies als Grund an, wie aus einer Studie des europäischen Versicherungsverbandes Insurance Europe hervorgeht. Dafür wurden gut 10.000 Personen zwischen 18 und 65 Jahren in zehn Ländern befragt, darunter Deutschland.

Die Auswertung belegt zudem eine weit verbreitete Risikoscheu. Sechs von zehn Befragten ist die Sicherheit des angelegten Geldes bei der Altersvorsorge wichtig. Damit rangiert der Faktor an oberster Stelle. Die Möglichkeit, Sparraten flexibel aussetzen oder erhöhen zu können, folgt mit einem Drittel der Nennungen auf Platz zwei. Fast ebenso häufig (32 Prozent) nannten die Befragten die Option, den Erben etwas hinterlassen zu können. Dagegen ist die Rendite der Anlage nur für 14 Prozent der europäischen Sparer ein wichtiger Faktor.

Sparer wollen planbare Auszahlungen

Sicherheit spielt auch bei der Auszahlung eine wichtige Rolle: Kennen die Sparer vorab das ungefähre Endvermögen, würden sie sich je zur Hälfte zwischen Einmalzahlung und lebenslanger Rente entscheiden. Ist die Höhe des Sparguthabens jedoch ungewiss, bevorzugen 46 Prozent eine Verrentung und 30 Prozent flexible Auszahlungspläne. Nur 19 Prozent würden dann die Einmalauszahlung wählen.

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