Medieninformationen
Per­sön­li­che Bera­tung im Fokus

Die Ver­triebs­wege von Ver­si­che­run­gen 2017

Fast ein Fünftel aller Kfz-Versicherungen schließen Kunden über das Internet ab, Tendenz steigend. Wenn es um die Altersvorsorge geht, steht die persönliche Beratung klar im Vordergrund. Das geht aus der Vertriebswegestatistik 2017 hervor.

Die Vertriebswegestatistik wird vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) einmal im Jahr veröffentlicht. Nach aktuellen Zahlen bleiben Einfirmenvermittler in allen drei Versicherungszweigen, der Lebens-, Schaden-/Unfallversicherung und der privaten Krankenversicherung, wichtigster Ansprechpartner für Kunden. 

In der Schaden-/Unfallversicherung setzt sich jedoch der Trend  zum Online-Abschluss aus den vergangenen Jahren fort und erreicht 2017 nach Beitrag 15 Prozent (Vorjahr: 13,9 Prozent). Als Treiber erweist sich einmal mehr die Kfz-Police: Nahezu ein Fünftel des Neugeschäfts-Volumens in der Autoversicherung (19,3 Prozent/Vorjahr: 18,5 Prozent) wird im Netz abgeschlossen – direkt beim Versicherer oder über ein Vergleichsportal. In der privaten Krankenversicherung ist die Tendenz zum Online-Abschluss ebenfalls erkennbar –  mit gut sieben Prozent allerdings auf niedrigerem Niveau.

Ein weiterer Trend bestätigt sich: Bei der Altersvorsorge suchen Kundendie persönliche Beratung. Grundlage der Analyse ist die Betrachtung der Beitragssumme, in der die Laufzeit der Versicherungsverträge berücksichtigt ist.

Erstmals ‚Annual Premium Equivalent‘ für die Lebensversicherung ausgewiesen

Erstmalig wird dieses Jahr ausgewiesen, welchen Anteil die Vertriebswege am Neugeschäft nach dem ‚Annual Premium Equivalent‘ (APE) haben. Diese in der Versicherungswirtschaft gebräuchliche Messgröße bezeichnet die Summe aller Prämieneinnahmen eines Jahres aus laufenden Beitragszahlungen und ein Zehntel aller Einnahmen aus Versicherungen mit Einmalzahlung. Die Laufzeit der Verträge findet dabei keine Berücksichtigung. Bei dieser Betrachtungsweise ergibt sich daher für die Lebensversicherung ein etwas anderes Bild. Über ein Viertel des Neugeschäftsvolumens wird demnach am Bankschalter vermittelt.

In den kommenden Jahren werden wir beobachten, wie sich der seit Februar 2018 geltende neue Rechtsrahmen für den Versicherungsvertrieb auf die Vertriebswege auswirkt.“ fügt Elisabeth Stiller, Leiterin Vertrieb beim GDV, mit Blick in die Zukunft hinzu.

Zur Startseite
Auch inter­essant