Inva­li­di­täts­ab­si­che­rung

Die Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung leis­tet zuver­läs­sig

79 Prozent aller Leistungsanträge in der Berufsunfähigkeitsversicherung werden ohne Wenn und Aber bewilligt. Die Leistungsquote der Versicherer bewegt sich damit seit Jahren auf hohem Niveau.

Jeder Vierte wird im Laufe seines Berufslebens mindestens einmal berufsunfähig. Dann fällt das Erwerbseinkommen – für die meisten Menschen die wichtigste Einnahmequelle – weg. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann helfen, die Folgen des Einkommensausfalls abzufedern.

So betrug die durchschnittliche Berufsunfähigkeitsrente im Jahr 2017 rund 7.900 Euro. Das sind ungefähr drei Prozent mehr als 2016, in dem Jahr betrug die durchschnittliche Leistung knapp 7.700 Euro. Bei neu abgeschlossenen Verträgen ist im Schnitt eine jährliche Leistung von 10.800 Euro versichert.

Das hat die jährliche Umfrage des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unter Mitgliedsunternehmen ergeben (Marktanteil: 80 Prozent). Dabei werden von der Statistik nicht nur selbstständige Versicherungsverträge erfasst, sondern auch Zusatzversicherungen. Bei diesen wird der Schutz gegen Berufsunfähigkeit als Ergänzung beispielsweise zu einer Risiko- oder Kapitallebensversicherung vereinbart.

Entscheidung über Berufsunfähigkeitsrente dauert zehn Tage

Liegen dem Versicherer alle Unterlagen vor, vergehen im Schnitt zehn Tage, bis der Versicherer die Angaben geprüft und entschieden hat, ob der Versicherte berufsunfähig ist und die für diesen Fall vereinbarte Leistung ausgezahlt wird. Insgesamt dauert es von der ersten Meldung beim Versicherer bis zur Auszahlung der Leistungen durchschnittlich 110 Tage.

Davon vergehen 65 Tage, bis der Versicherte alle notwendigen Unterlagen gesammelt und an die Versicherung übermittelt hat. Fordert die Versicherung einen ärztlichen Befund über den Zustand des Versicherten an, dauert es 22 Tage bis zur Antwort des Arztes.

Ist die Frage der Berufsunfähigkeit nicht mit einem ärztlichen Befund zu klären, gibt die Versicherung ein medizinisches Gutachten in Auftrag. Bis dieses beim Versicherer vorliegt, vergehen 73 Tage. Diese Zeitangaben sind Durchschnittswerte. Es kann also in Einzelfällen länger dauern, aber auch deutlich schneller gehen.

Nur jeder fünfte Antrag wird abgelehnt

In rund 20 Prozent der Fälle kann die Versicherung Leistungsanträgen von Versicherten nicht entsprechen. Wie schon in den vergangenen Jahren ist mit 42 Prozent der häufigste Grund dafür, dass der Versicherte nicht den vereinbarten Grad von Berufsunfähigkeit (in der Regel 50 Prozent) erreicht.

In 18 Prozent aller Fälle meldet sich der Versicherte nach der Antragsstellung nicht beim Versicherer zurück oder reicht keine weiteren Unterlagen ein. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn sich der Gesundheitszustand entgegen ersten Erwartungen schnell wieder verbessert hat.

Eine Leistungszahlung ist aber auch dann ausgeschlossen, wenn der Versicherte vor Vertragsabschluss von einer Vorerkrankung oder einem riskanten Hobby wusste, diese aber nicht angegeben hat. 13 Prozent aller Ablehnungen gehen darauf zurück.

Gutachten meistens günstig für Versicherte

In den meisten Fällen sind die vorhandenen medizinischen Unterlagen für den Versicherer ausreichend, um über den Antrag des Versicherten zu entscheiden. Ein medizinisches Gutachten wird nur in sechs Prozent aller Fälle in Auftrag gegeben.

Dabei prüft ein Gutachter, ob und inwieweit die Krankheit oder die Folgen eines Unfalls verhindern, dass der Versicherte die spezifischen Anforderungen seines Berufs erfüllen kann. 63 Prozent aller Gutachten führen im Sinne der Versicherten zu einer positiven Leistungsentscheidung.

Zur Startseite
Auch inter­essant