Coun­cil of Bureaux

Deut­sche lei­tet inter­na­tio­na­len Dach­ver­band Grüne Karte

Das Grüne Karte-System hilft bei Unfällen mit ausländischen Fahrzeugen. Die Leitung des internationalen Dachverbandes übernimmt Mitte Januar Sandra Schwarz, Chefin des deutschen Ablegers. Sie ist die erste Frau in diesem Amt.

Sandra Schwarz rückt an die Spitze des Dachverbandes der nationalen Versicherungsbüros, des Council of Bureaux (CoB). Die Mitglieder wählten die Geschäftsführerin des Deutschen Büros Grüne Karte zur neuen Präsidentin. Die 45-Jährige wird am 15. Januar von der CoB-Generalversammlung offiziell in ihrem Amt bestätigt. Damit leitet erstmals eine Frau das Gremium.

Der CoB wurde 1949 gegründet und hat seinen Sitz in Brüssel. Ihm sind derzeit 47 nationale Versicherungsbüros aus Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten angeschlossen. Hauptaufgabe des Dachverbands ist die Verwaltung des internationalen Grüne Karte-Systems. Dabei handelt es sich um einen Schutzmechanismus für Personen, die in einen Unfall mit einem ausländischen Fahrzeug verwickelt sind. Die nationalen Grüne Karte-Büros organisieren die Abwicklung der Schäden. Europaweit kommt es nach Angaben des CoB jährlich zu etwa 400.000 Unfällen zwischen Fahrzeugen aus unterschiedlichen Ländern.

Erst zum zweiten Mal kommt der Verbandschef aus Deutschland

Schwarz folgt auf Jean Zenners. Der Luxemburger war im Mai aus gesundheitlichen Gründen von dem Posten zurückgetreten. Mit Schwarz führt erst zum zweiten Mal in der 70-jährigen Geschichte des CoB eine Person aus Deutschland den Dachverband. Von 1997 bis 2005 stand Ulf D. Lemor dem Gremium vor.

 

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