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Initia­tive „7 Jahre län­ger“

Deut­sche erwar­ten zu frü­hen Tod

Wie viele Menschen, die vor 80, 65 oder 50 Jahren geboren wurden, leben noch? Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt: Die Menschen liegen mit ihren Schätzungen zu niedrig.

Die Deutschen unterschätzen die Lebenserwartung ihrer Mitmenschen zum Teil deutlich. So vermuten sie, dass von 100 Menschen, die vor 65 Jahren geboren wurden, nur 74 heute noch leben. Tatsächlich sind es jedoch 82. Dies zeigen eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Initiative „7 Jahre länger“ und Daten des Statistischen Bundesamtes.

Auch bei den jüngeren Jahrgängen gehen Schätzung und Realität auseinander. Während nach Meinung der Deutschen 85 von 100 Personen des Jahrgangs 1967 in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiern, sind es tatsächlich 94. Nur sechs von 100 Menschen dieses Jahrgangs sind bereits verstorben. Von den vor 35 Jahren Geborenen leben nach Ansicht der Befragten noch 92 Prozent – es sind aber 98 Prozent.

Ein Grund für die Fehleinschätzungen ist der rasante Anstieg der Lebenserwartung, die sich seit Ende des 20. Jahrhunderts fast verdoppelt hat. Die Wahrnehmung der Menschen hinkt dieser Entwicklung noch hinterher. Die Schätzung zu den noch lebenden 65-Jährigen entspricht den Sterblichkeitsverhältnissen in Deutschland Mitte der 1990er-Jahre.

Wie viele von 100 Menschen eines Jahrgangs heute noch leben:

Menschen geboren vor…SchätzungTatsächlich
80 Jahren5154
65 Jahren7482
50 Jahren8594
35 Jahren9298

Quellen: Forsa-Umfrage/Initiative „7 Jahre länger“; Generationensterbetafel 1896-2009 Trend V2 des Statistischen Bundesamtes


Für die repräsentative Forsa-Studie im Auftrag der Initiative „7 Jahre länger“ wurden im Januar 2017 insgesamt 1.000 Bundesbürger befragt.

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