SFCR

Corona und Sol­vency-II-Repor­ting: Erschwerte Bedin­gun­gen – volle Trans­pa­renz

Die Corona-Pandemie hat auch Folgen für die Solvency-II-Berichterstattung der europäischen Versicherer. Um die hohen Transparenz- und Qualitätsstandards trotz organisatorischer Herausforderungen halten zu können, erlauben die europäische Versicherungsaufsicht EIOPA und der deutsche Aufseher BaFin den Unternehmen eine spätere Abgabe der Solvenzberichte (SFCR) für 2019.

 

Der GDV begrüßt die Flexibilität der Aufsicht ausdrücklich. Er geht auf Basis eigener Berechnungen davon aus, dass die so genannte Bedeckungsquote (SCR) im Durchschnitt der deutschen Lebensversicherungsunternehmen zum 31.12.2019 zwischen 260 und 270 Prozent lag (ohne Berücksichtigung von Übergangsmaßnahmen). Sie fällt damit aufgrund des Zinsrückgangs voraussichtlich niedriger aus als im Vorjahr, befindet sich aber auf hohem Niveau. Für die Schaden-/Unfallversicherer liegt der Schätzwert wie im Vorjahr zwischen 280 und 300 Prozent.

 

Corona-Effekt nur schwer schätzbar

Welchen Einfluss die Folgen der Corona-Pandemie auf die Bedeckungsquoten der Versicherungsunternehmen haben, lässt sich derzeit für die Gesamtbranche allenfalls grob schätzen. Der Verband geht jedoch davon aus, dass der Kapitalpuffer der Branche trotz der historischen Verwerfungen an Aktien- und Anleihemärkten nach wie vor über dem von Solvency II geforderten Niveau liegt.

Weitere Informationen zu den Fristverlängerungen geben EIOPA und BaFin auf ihren Internetseiten.

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