Über­füh­rung aus New York und Paris

Bun­des­bank ver­schickt Gold-Mil­li­ar­den gut ver­si­chert

Es klingt wie ein Job für James Bond: 674 Tonnen ihrer Goldreserven will die Deutsche Bundesbank bis 2020 aus New York und Paris in ihre Tresore nach Frankfurt bringen. Wie Versicherer dafür gerade stehen, falls beim Transport etwas schiefgeht.

Weder Gold- noch Langfinger sollen zu viele Details kennen. Aber so viel ist bekannt: Aus New York wird das Gold mit dem Flugzeug nach Frankfurt gebracht. Bei jedem Flug darf aus Sicherheitsgründen maximal eine Tonne des Edelmetalls bewegt werden – so lautet die Auflage der Transportversicherer. Sie müssten der Bundesbank den Schaden ersetzen, wenn die wertvolle Fracht auf dem Weg abhanden käme. Macht pro Transport eine Versicherungssumme von 32 Millionen Euro. Für die kompletten 674 Tonnen kommen rund 21,5 Milliarden Euro zusammen.

Dieses Risiko übernimmt die Assekuranz für vergleichsweise kleines Geld: Für den Transport, die Versicherung und das Umschmelzen der ersten 37 Tonnen aus New York und Paris hat die Bundesbank 600.000 Euro gezahlt – das entspricht 0,05 Prozent des heutigen Wertes.


Historischer Hintergrund: Die Wirtschaftswunderjahre brachten der Bundesrepublik dank des Exports viele Dollar ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht werden konnten. Die gesamten Goldbestände der Bundesbank sind übrigens mit 3384 Tonnen die zweitgrößten der Welt. Nur die Vereinigten Staaten halten einen noch größeren Schatz vor.

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