GDV-Posi­tion

Berufs­stand der Heb­am­men erhal­ten

Hebammen leisten in der Geburtshilfe unschätzbare Dienste für die werdenden Mütter und die Neugeborenen. Für die Haftpflichtversicherer wird es aber immer schwerer, freiberuflichen Hebammen in der Geburtshilfe bezahlbaren Versicherungsschutz anzubieten. Der Grund: Die Schadensfälle werden immer teurer, vor allem für schwere Geburtsschäden.

Die Kosten für einen solchen Schaden sind von 2003 bis 2012 um fast 80 Prozent gestiegen. Unterläuft bei einer Geburt ein Fehler und ein Kind wird schwerst geschädigt, sehen sich Hebamme und Haftpflichtversicherer nach heutigem Stand mit Forderungen von durchschnittlich 2,6 Millionen Euro konfrontiert. Die Beiträge für eine Berufshaftpflichtversicherung freiberuflicher Hebammen in der Geburtshilfe sind daher stark gestiegen und im Vergleich zum Einkommen der Hebammen sehr hoch.

Die Versicherungswirtschaft setzt sich dafür ein, den Berufsstand der Hebammen zu erhalten und beteiligt sich daher intensiv an der Suche nach einer langfristig tragfähigen Lösung. Unter anderem war der GDV Mitglied der interministeriellen Arbeitsgruppe (IMAG) „Versorgung mit Hebammenhilfe“, die sich unter Federführung des Bundesgesundheitsministeriums mit der Situation der freiberuflichen Hebammen beschäftigt hatte.

Ansätze für eine langfristige und tragfähige Lösung aus Sicht des GDV sind:

  1. Angemessene Vergütung für Hebammen

  2. Verstärkung von Prävention und Risikomanagement, um Schäden zu vermeiden

  3. Regressausschluss für Sozialversicherungsträger

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