Ein­füh­rung eines drit­ten Geschlechts

Bei Ver­si­che­run­gen gibt es nur Uni­sex-Tarife

Egal ob er, sie oder divers: Versicherungskunden sind alle gleich. Auch für das dritte Geschlecht gelten dieselben Unisex-Tarife.

Ab 2019 gibt es neben „weiblich“ und „männlich“ eine dritte Geschlechtsangabe. Menschen, die sich weder dem einen noch dem anderen Geschlecht klar zuordnen lassen, dürfen sich künftig im Personenstandsregister als „divers“ eintragen lassen. Eine entsprechende Regelung haben Bundestag und Bundesrat vor wenigen Tagen beschlossen und damit eine Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts von 2017 umgesetzt. 

Keine Auswirkung auf Versicherungsverträge

Auf den Abschluss einer Versicherung hat die neue Geschlechtsoption keine Auswirkungen. Bereits seit Ende 2012 spielt das Geschlecht bei der Prämienkalkulation keine Rolle mehr. Seitdem gibt es in allen Sparten sogenannte Unisex-Tarife, die grundsätzlich nicht mehr zwischen Frau und Mann unterscheiden. Zuvor abgeschlossene Verträge blieben davon unberührt. 

Für Versicherungsnehmer mit Unisex-Tarif ändert sich somit nichts, falls Er oder Sie fortan als „divers“ gelten will. Wer noch einen geschlechtsbezogenen Altvertrag besitzt, könnte auf einen Unisex-Tarif umsteigen. Dazu müsste die alte Versicherung gekündigt und ein neuer Vertrag abgeschlossen werden.

Ob sich das lohnt, ist eine andere Frage: Lieber erst die alten mit den neuen Konditionen vergleichen. 

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