Weltspar­tag am 30. Okto­ber

Alters­ab­si­che­rung ist für „Gene­ra­tion Mitte“ sehr wich­tig

Der Weltspartag soll Menschen daran erinnern, dass heutiger Verzicht langfristig sinnvoll ist. Denn nur so kann eine Rücklage für das Alter aufgebaut werden. Dieses Polster zu haben, ist den 30- bis 59-Jährigen sehr wichtig, wie eine Umfrage im Auftrag des GDV zeigt. Nur eine Sicherheit steht im Leben der Befragten noch höher im Kurs.

Eine gute Altersabsicherung hat für die 30- bis 59-Jährigen in Deutschland einen extrem hohen Stellenwert. Rund 81 Prozent der Bevölkerungsgruppe stufen die finanzielle Vorsorge als wichtig ein. Unter den Sicherheitsbedürfnissen der Menschen rangiert der Aspekt damit an zweiter Stelle. Das geht aus der repräsentativen Befragung der „Generation Mitte“ hervor, die vom Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführt wurde.

Konkret wurden die Menschen danach gefragt, welche Sicherheiten ihnen im Leben aktuell am wichtigsten sind. Ganz oben steht der Wunsch nach einer guten Absicherung im Krankheitsfall (89,7 Prozent). Hinter der Altersabsicherung folgt an dritter Stelle ein sicheres familiäres Umfeld. Die Bewertungen gehen innerhalb der „Generation Mitte“ teilweise deutlich auseinander, so auch beim Thema Altersabsicherung. Während 82,2 Prozent der 50- bis 59-Jährigen diese als wichtig erachten, sind es unter den 30- bis 39-Jährigen 76,2 Prozent. Umgekehrt messen die Jüngeren einem sicheren Arbeitsplatz eine deutlich größere Bedeutung (73,7 Prozent) bei als die 50-Jährigen und älteren (58,2 Prozent).

Deutsche gehen bei der Vermögensanlage auf Nummer sicher

Das Sicherheitsbedürfnis der Deutschen zeigt sich auch in ihrem Sparverhalten. Ende des ersten Halbjahrs 2015 lag das Geldvermögen der privaten Haushalte bei rund 5,2 Billionen Euro, davon entfielen gut zwei Billionen Euro oder knapp 40 Prozent auf Bankeinlagen, Sparbriefe und Bargeld. Die Ansprüche an Lebensversicherer summierten sich auf gut 900 Milliarden Euro (17,4 Prozent). Hinzu kommen Ansprüche gegenüber anderen Versicherern von rund 315 Milliarden Euro. Dazu zählen vor allem die Altersrückstellungen der privaten Krankenversicherungen sowie Ansprüche aus privaten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr.

Rund 755 Milliarden Euro (14,4 Prozent) des Geldvermögens besteht aus Ansprüchen aus besonderen Alterssicherungssystemen wie Pensionskassen oder den Pensionsrückstellungen der Arbeitgeber. Auf Aktien und sonstige Anteilsrechte entfielen 537 Milliarden Euro (circa zehn Prozent), auf Investmentfonds rund 481 Milliarden Euro (etwa neun Prozent).

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