Schalt­tag

7 Fak­ten zum 29. Februar

Heute schenkt uns der Kalender wieder einen zusätzlichen Tag. Wie viele Deutsche an diesem geschenkten Tag ihren Geburtstag feiern, wie auf dem Foto, und warum die Briten dann gerne Froschschenkel essen, das verrät die kurze Faktensammlung zum Schalttag. Von Elena Bause, Dennis Schmidt-Bordemann und Karsten Röbisch

1. Über 57.000 Deutsche feiern ihren Geburtstag

Geschätzt 57.250 Deutsche feiern am 29. Februar ihren Geburtstag. Ganz genau bestimmen lässt sich die Zahl nicht. Denn die Geburten werden in Deutschland erst seit 1946 monatlich erfasst. Unter den Jubilaren sind jedenfalls auch einige Prominente wie das Model Lena Gercke oder der Fußballnationalspieler Benedikt Höwedes.

2. Rund 1900 Kinder kommen auf die Welt

Die Deutschen haben zuletzt wieder mehr Kinder bekommen. 2014 waren es 715.000 – der dritte Anstieg in Folge. Legt man diese Zahlen zugrunde und vernachlässigt saisonale Schwankungen, dann werden an diesem Schalttag schätzungsweise 1880 Kinder in Deutschland das Licht der Welt erblicken.

3. 21 Schaltjahre für neugeborene Mädchen, 20 für Jungen

Neugeborene Mädchen werden im Leben durchschnittlich 21-mal ihren Geburtstag an einem 29. Februar feiern können, Jungen immerhin 20-mal. Denn Mädchen werden statistisch 90,7 Jahre alt, Jungen 86,4. Normalerweise hätten die Neugeborenen sogar noch einmal öfter die Gelegenheit, ihren Geburtstag an einem 29. Februar zu feiern, doch 2100 fällt das Schaltjahr aus. Dennoch ist der aktuelle Jahrgang wesentlich besser dran als frühere Schaltjahreskinder: Noch Anfang des 20. Jahrhunderts lag die Lebenserwartung beider Geschlechter rund 40 Jahre niedriger. Das hieß auch: Im Schnitt zehnmal weniger Geburtstag an einem 29. Februar.

4. Fernsehen statt arbeiten

Von den zusätzlichen 24 Stunden, die uns der 29. Februar bringt, verschlafen die Bundesbürger im Schnitt achteinhalb Stunden – wie an jedem anderen Tag auch. Rund eine Stunde geht für Sport und Hobbys drauf, jeweils rund drei für Haushalt und Familie sowie Medienkonsum. Arbeiten tun die Deutschen dagegen nur zwei Stunden und 43 Minuten. Klingt nach einem gemütlichen Leben, lässt sich aber leicht erklären: Die Zeitstatistik des Statistischen Bundesamtes erfasst alle Einwohner – so auch Rentner und Kinder ab zehn Jahren.

5. Zusätzliche Zeit würden Deutsche mit der Familie verbringen

Wäre der 29. Februar ein Tag ohne Verpflichtungen, so stünde die Familie ganz im Vordergrund. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage würden drei Viertel (76 Prozent) der Deutschen geschenkte Zeit mit Freunden und Familie verbringen. An zweiter Stelle folgt mit 68 Prozent der Wunsch zu verreisen. Außerdem würden die Deutsche gerne neue Dinge lernen (61 Prozent), sich ehrenamtlich engagieren (47 Prozent), Sport treiben (46 Prozent), sich ausruhen (42 Prozent) oder ein neues Hobby entdecken (35 Prozent).

6. Alle vier Jahre Froschschenkel

Zum Schalttag gibt es auch einige skurrile kulinarische Bräuche. So verzehren einige Briten am 29. Februar gerne eine sonst gern verspottete französische Spezialität: Froschschenkel. Denn der Frosch gilt auf der Insel als Symboltier für das „leap year“ – also das „Sprungjahr“ –, wie das Schaltjahr dort genannt wird.

7. Tag der Seltenen Erkrankungen

Ein langes und gesundes Leben wird immer mehr zur Normalität, leider ist es nicht jedem vergönnt. So leiden in Deutschland rund vier Millionen Menschen an einer seltenen Erkrankung, die sie im Alltag sehr einschränkt oder ihr Leben stark verkürzt. Der Rare Disease Day, der traditionell am letzten Februartag eines Jahres begangen wird, soll die Öffentlichkeit auf das Schicksal dieser Menschen aufmerksam machen. Ein wichtiges Anliegen, damit in Zukunft noch mehr Menschen ein langes und gesundes Leben führen können.

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