Hin­ter­blie­be­nen­ab­si­che­rung im Todes­fall

7,6 Mil­lio­nen Deut­sche set­zen auf die Risi­ko­le­bens­ver­si­che­rung

2014 ist die Zahl der Risikolebensversicherungen in Deutschland auf 7,6 Millionen Verträge angestiegen. Gegenüber 2013 ergibt sich damit ein moderater Zuwachs von 1,3 Prozent. Das geht aus der GDV-Broschüre „Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen“ hervor. Hauptsächlicher Zweck einer Risikolebensversicherung ist die finanzielle Absicherung der Hinterbliebenen nach einem Todesfall.

Die Risikolebensversicherung ist eine mögliche Variante, Partner, Familie und Angehörige finanziell im Todesfall abzusichern. Sie müssen so nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten oder die Ausbildung der Kinder kann weiter finanziert werden.

Absicherung schon mit kleinen Beiträgen möglich

Laut einer Analyse des Marktforschungsinstituts Yougov vom August 2015 schließen vor allem Haushalte mit Kindern Risikolebensversicherungen ab. Sechs von zehn Neukunden – so die Studie – leben mit eigenen Kindern unter einem Dach. Beim durchschnittlichen Versicherungskunden hinweg sind es lediglich drei von zehn.

Da die Risikolebensversicherung ausschließlich der Todesfallabsicherung dient und in den meisten Fällen kein Kapital aufgebaut wird, kann schon mit niedrigen Beiträgen ein hoher finanzieller Schutz aufgebaut werden. Ein Rechenbeispiel:

Gesetzliche Absicherung reicht meistens nicht aus

Jeder sechste Deutsche ist 2013 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vor dem Rentenalter gestorben. Im Alter von 45 bis 65 Jahren sterben rund 14 Prozent. Bricht ein Einkommen weg oder fällt bei einer jungen Familie der Hauptverdiener aus, drohen häufig wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Wie groß die Versorgungslücke für die Angehörigen sein kann, wenn der Hauptverdiener verstirbt, muss jeder individuell prüfen. Abhängig ist das von der jeweiligen Lebenssituation und dem Einkommen. Fest steht: Mit der gesetzlichen Absicherung kommen gerade Familien nicht weit. Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt erst nach der sogenannten allgemeinen Wartezeit Witwen- und Waisenrente. Zwar gibt es verschiedene Ausnahmeregelungen, zum Beispiel für Berufsanfänger, in jedem Fall sind die Zahlungen aber relativ gering. Der Grund: Die Rentenansprüche aus der Sozialversicherung hängen überwiegend davon ab, wie lange und in welcher Höhe der Versicherte Beiträge gezahlt hat. Nicht zuletzt ist die staatliche Hinterbliebenenversorgung auch durch mehrere Rentenreformen immer weiter gesunken.

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