Kolumne
Kolumne GDV-Kom­mu­ni­ka­ti­ons­a­genda

Was Sie im zwei­ten Halb­jahr von uns erwar­ten kön­nen

Ob es im Zeitalter immer kürzerer Medienerregungszyklen überhaupt noch eine nachrichtenarme Zeit gibt, ist fraglich. Was nach dem (möglicherweise noch existierenden) Sommerloch auf der Kommunikationsagenda des GDV steht – hier ein Ausblick.

Erinnern Sie sich noch an den Brillenkaiman Sammy, der vor über 20 Jahren fast die ganze Republik einen Juli lang in Atem hielt? Oder der Problembär Bruno, der kurz vor der Heim-WM 2006 mit seinen Spaziergängen zwischen Bayern und Österreich für nationale und internationale Medienaufregung sorgte? Immer wieder unterhielten uns solche interessanten Protagonisten einen ganzen Sommer lang.

Generation Mitte, Versicherungstag, Symposium automatisiertes Fahren

Grund dafür ist das, was gerne Saure-Gurken-Zeit genannt wird: Journalisten dürsten nach Meldungen aufgrund der Ebbe in der Politik. Traditionell war es die Sommerpressekonferenz des Bundeskanzlers oder der Bundeskanzlerin, die den Beginn des Sommerlochs im politischen Berlin markierte. Die Städte sind leer, die Ferienflieger voll. Und wer nicht gerade in einem solchen sitzt, lechzt danach, dass der Betrieb doch so langsam wieder Fahrt aufnehmen möge.

Die Diskussion, ob es heute im Zeitalter von immer kürzeren Medienerregungszyklen überhaupt noch eine nachrichtenarme Zeit gibt, möchte ich hier nicht führen. Stattdessen möchte ich Ihnen schon einmal einen Ausblick geben, was nach dem (möglicherweise noch existierenden) Sommerloch auf unserer Kommunikationsagenda steht:

Wie schon in den vergangenen Jahren ist der Frühherbst der Zeitpunkt, an dem wir der „Generation Mitte“ den Puls fühlen. Gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach stellen wir am 19. September die Ergebnisse der Befragung  über Einstellungen, Erwartungen und Ängste der 30- bis 59-Jährigen vor. Im vergangenen Jahr hat die Generation Mitte zum Beispiel ihre Lebensqualität so gut wie noch nie bewertet, die materiellen Sorgen einen Tiefstand erreicht. Ich bin schon sehr gespannt, wie das durchaus turbulente vergangene Jahr sich auf die Meinungen der Generation Mitte ausgewirkt hat.

Eine Woche später wollen wir beim Versicherungstag in Berlin über das Maß nötiger Regulierung sprechen. Ich freue mich auf die Diskussionen der Branche  mit unseren Gästen zum Thema: „Wachstum versus Sicherheit: Wie viel Regulierung braucht das Land?“. Jeroen Dijsselbloem, der bis vor kurzem Vorsitzender der Euro-Gruppe war, wird auf dem Versicherungstag der Frage nachgehen, ob zehn Jahre nach der großen Finanzkrise das Maß der europäischen Regulierung stimmt. Mit Marcel Fratzscher, Präsident des DIW, Bafin-Präsident Felix Hufeld und der Vorsitzenden des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen beim Justizministerium, Lucia Reisch, freuen wir uns auf weitere spannende Gäste.

Im November dreht sich dann wieder alles um der deutschen liebstes Kind: Das Auto. Gemeinsam mit der Unfallforschung der Versicherer lädt der GDV am 20. November zu einem Symposium zum automatisierten und vernetzen Fahren ein. Noch schrauben wir am Programm, aber einen kleinen Einblick kann ich Ihnen schon geben: Der ehemalige Verfassungsrichter Udo di Fabio wird sich mit der Ethik des automatisierten Fahrens auseinandersetzen. Wir wollen dieses Thema nicht nur technisch und haftungsrechtlich, sondern eben allumfassend beleuchten.

Drei Kommunikationsinitiativen laufen auf Hochtouren

Daneben werden wir natürlich auch unsere drei Kommunikationsinitiativen weiter vorantreiben. Nach „7 Jahre länger“ haben wir uns zu Jahresbeginn ja mit „Stadt.Land.unter“ und „CyberSicher“ zwei weitere Schwerpunktthemen auf die Fahne geschrieben und wollen auf die Gefahren von Starkregen und Cyber-Attacken aufmerksam machen.

Mit diesen Initiativen machen wir übrigens auch im August weiter – trotz oder gerade wegen des möglichen Sommerlochs. So oder so: Hinterm Sommerloch geht’s weiter.

Ihr

Jörg von Fürstenwerth

 

Die Kolumne des Vorsitzenden der GDV-Geschäftsführung geht in die Sommerpause. Spätestens ab dem 5. September geht es wieder wöchentlich weiter.

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