Kolumne
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Vor­sicht Kin­der!

Die Wohnung steht in Flammen. Kaum auszudenken, wenn sich noch Menschen – gar Kinder – im Gebäude aufhalten. Wussten Sie, warum es manchmal schwer ist, gerade Kinder aus brennenden Räumen zu retten? Sie neigen intuitiv dazu, sich vor den Flammen zu verstecken und wähnen sich so in Sicherheit. Kinder müssen erst lernen, dass sie im Brandfall so nur schwer gefunden werden können. Und Eltern müssen erst einmal erkennen, dass ihre Kinder so reagieren könnten.

Wir Versicherer sind dafür da, entstandene Schäden zu ersetzen und die Folgen persönlicher Schicksale zu mildern. Vor allem aber wollen wir dafür sorgen, dass es gar nicht erst zur Katastrophe kommt – ganz besonders, wenn es um Kinder geht. Mit vielen Forschungsprojekten und Aufklärungskampagnen engagiert sich der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft deshalb für einen besseren Unfallschutz von Kindern.

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Immerhin rund 16.000 Kinderunfälle mit bleibenden Schäden werden Versicherern jedes Jahr gemeldet. Bei einer Versicherungsdichte in der Kinderunfallversicherung von rund 40 Prozent kann man grob davon ausgehen, dass sich im Jahr rund 40.000 Kinder so schwer verletzen, dass sie bleibende Schäden davontragen. Auch Verbraucherschützer empfehlen deshalb eine Kinderinvaliditätsversicherung.

Was viele Eltern nicht wissen: Die meisten Unfälle mit Kindern geschehen zu Hause während der Freizeit – dann also, wenn die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift. Die Ursachen sind vielfältig: Ein Teil dieser Verletzungen rührt ausgerechnet vom Spiel mit den eigenen Haustieren her. Ich freue mich deshalb, dass unsere Partner von der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ ihren heutigen Aktionstag genau diesem Thema widmen. Viel zu oft wird der Aufwand, den ein Tier im Haus mit sich bringt, unterschätzt, zumal es für den Kontakt zwischen Kleinkindern und Tieren enge Grenzen gibt.

Deutlich und stetig vor Gefahren warnen

Sie meinen nun vielleicht, dass Versicherer gerne schwarz malen, zu viel mahnen und manchmal Spielverderber sind. Vielleicht meinen Sie gar, ich wolle Ihnen eine Versicherung verkaufen. Natürlich möchte ich Sie auf passenden Versicherungsschutz hinweisen. Als Experten für die Einschätzung von Risiken halte ich es aber auch für unsere Pflicht, deutlich und stetig vor Gefahren zu warnen.

Das gilt auch für die anlaufende Badesaison. Haben Sie schon das schöne Wetter im Wasser genossen? Viele Eltern überschätzen die Schwimmstärke ihrer Kinder deutlich. Passen Sie auf Ihre Familie auf – und haben Sie viel Spaß im Freibad oder am Baggersee.

Ihr

 
Jörg von Fürstenwerth

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