Poli­ti­sche Posi­tio­nen 2020: Nach­hal­tig­keit

Grün allein reicht nicht aus

Als langfristige Kapitalanleger können Versicherer wichtige Impulse für Klimaschutzinvestitionen setzen. Diese müssen aber auch ökonomisch nachhaltig sein.

Der Kampf gegen den Klimawandel ist die Herausforderung des Jahrhunderts. Aus Europa sollen bis 2050 keine neuen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen. Der „Green Deal“ der EU-Kommission ist gleichzeitig eine Wachstumsstrategie. Gut so, denn Klimaschutz und wirtschaftliche Prosperität sind keine Antipoden. Neben der notwendigen Stringenz bei Klimaschutzvorgaben ist aber das richtige Maß an Flexibilität, Marktorientierung und Innovationsförderung erforderlich, denn ohne wachsende Wirtschaft wird Europa keine Vorreiterrolle zukommen können. 

Mit Kapitalanlagen von rund 1,4 Billionen Euro gehören Erstversicherungsunternehmen zu den größten institutionellen Investoren Deutschlands. Versicherer sind deshalb ideale Partner für die Energiewende – auch im eigenen ökonomischen Interesse: Denn bei einer Erderwärmung um durchschnittlich vier Grad wären viele Risiken nicht mehr sinnvoll versicherbar. Auf der anderen Seite gilt es Verlustrisiken aus dem Klimawandel für das eigene Anlageportfolio zu begrenzen. Als langfristiger Kapitalanleger kann die Branche zudem wichtige Impulse für Klimaschutzinvestitionen setzen. Investitionen müssen aber auch ökonomisch nachhaltig sein: Die Sicherheit der Beiträge der Kunden steht an erster Stelle. Alle Klimamodelle zeigen, dass wir uns auf extremere Wetterlagen einstellen müssen. Ob hiermit mehr Schäden einhergehen, hängt von der richtigen Anpassung an die Klimafolgen ab.


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