Regulierung und Aufsicht kompakt
Nach­hal­tig­keit

Nach­hal­tig­keits­da­ten­bank ESAP zügig umset­zen

Nachhaltige Kapitalanlage setzt verlässliche und standardisierte Informationen über die Investitionsobjekte voraus - der 'European Single Access Point' (ESAP) soll diese Daten zentral und zeitnah verfügbar machen. Wichtig ist, dass diese Datenbank praxisgerecht konzipiert und schnell aufgebaut wird.

Die Finanzindustrie kann und soll als Kapitalgeber eine wichtige Rolle im Übergangsprozess hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft übernehmen. Damit Investitionen zielgerichtet zu dieser Transformation beitragen können, brauchen die Investoren standardisierte, vergleichbare, verlässliche und aktuelle Daten. Das hat auch die EU-Kommission erkannt – und das Projekt ‚European Single Access Point‘ (ESAP) ins Leben gerufen.

ESAP kann Gamechanger sein

Richtig konzipiert und umgesetzt kann der ESAP ein Gamechanger für eine stärker integrierte, nachhaltigere und prosperierende europäische Wirtschaft sein. Dazu muss die Datenplattform technisch und konzeptionell ausgereift sein und die Anforderungen der professionellen Nutzer voll erfüllen. So sollte der ESAP als einheitlicher Datenzugang konzipiert sein und nicht als Meta-Datenbank, die wiederum auf verschiedene Datenbanken in den jeweiligen europäischen Mitgliedstaaten verweist. Vor allem aber muss der ESAP von einer unabhängigen Non-Profit-Institution bereitgestellt werden und für alle relevanten Stakeholder zugänglich sein.

Ein Legislativvorschlag zum ESAP soll von der EU-Kommission voraussichtlich im November 2021 veröffentlicht werden. Die Versicherungswirtschaft als eine der größten Investorengruppen in der Europäischen Union wird sich in das Projekt mit vollem Einsatz einbringen.

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