Regulierung und Aufsicht kompakt
Ver­si­che­rungs­auf­sicht

Makro­pru­den­zi­elle Auf­sicht im Fokus

Das Instrument der makroprudenziellen Aufsicht hat das Finanzsystem seit 2008 resilienter gemacht. Bei Änderungen am System sollten Risikoorientierung und Proportionalität im Fokus stehen.

Der Ausbau der makroprudenziellen Aufsicht nach der globalen Finanzkrise 2008 hat das Finanzsystem resilienter gemacht – das hat sich in der Coronakrise und nach dem Ukraine-Angriff Russlands gezeigt. Durch die schweren externen Schocks haben sich die Stabilitätsrisiken jedoch wieder erhöht. Hinzu kommen tiefgreifende strukturelle Veränderungen im Finanzsystem. Vor diesem Hintergrund haben sich die Bestrebungen zur weiteren Stärkung des makroprudenziellen Rahmens intensiviert:

  • Der Richtlinien-Entwurf der EU-Kommission zur Reform von Solvency II sieht neue makroprudenzielle Tools für die Versicherungsaufsicht vor.
  • Für die  Wohnimmobilienmärkte sind weitere makroprudenzielle Tools in Vorbereitung.
  • Klimabezogene Risiken und Cyberrisiken wurden als neue systemische Risiken identifiziert.

Der GDV unterstützt einen effektiven makroprudenziellen Rahmen. Wichtig ist dabei eine konsequent risikoorientierte und proportionale Ausgestaltung. Zur dauerhaften Sicherung der Finanzstabilität bedarf es zudem eines ganzheitlichen Ansatzes, in dem Geld-, Fiskal- und Wirtschaftspolitik sowie mikro- und makroprudenzielle Aufsicht zusammenwirken.


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