Regulierung und Aufsicht kompakt
Regu­lie­rung und Auf­sicht kom­pakt

Good­will unter IFRS 

Das stetig wachsende Volumen an M&A-Aktivitäten hat zu einem massiven Aufbau von Goodwill-Positionen in den globalen Unternehmensbilanzen geführt. Um plötzliche Wertanpassungen in konjunkturellen Abschwüngen und die damit verbundenen Stabilitätsrisiken abzuwenden, sollten die planmäßigen Goodwill-Abschreibungen wieder möglich werden, so der GDV.

Aktuell haben Unternehmen weltweit schätzungsweise schwindelerregende 7.000 Milliarden Euro an Goodwill-Positionen in ihren Bilanzen aktiviert. Auch deutsche Unternehmen haben in der jüngsten Vergangenheit mehrere Milliarden Euro Prämien für M&A-Aktivitäten bezahlt. Da die aktuellen IFRS-Regeln seit 2005 keine planmäßigen Abschreibungen von Goodwill-Positionen mehr zulassen, besteht bei konjunkturellen Abschwüngen die Gefahr prozyklischer Effekte, wenn etwaige unterlassene Wertberichtigungen sofort durchgeführt werden. Daher spricht sich der GDV dafür aus, planmäßige Goodwill-Abschreibungen wieder einzuführen, um die potenzielle Gefahr für die globale Finanzstabilität durch die Bilanzierung von Goodwill nach IFRS zu mindern.


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